Hantavirus: Kontaktperson in Alicante vorerst negativ

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Alicante

Hantavirus: Kontaktperson in Alicante vorerst negativ

von Redaktion

Eine erste wichtige Hürde ist genommen: Die 32-jährige Frau aus dem Ortsteil Playa de San Juan in Alicante, die als Kontaktperson einer an Hantavirus verstorbenen Niederländerin identifiziert wurde, hat einen ersten PCR-Test negativ abgeschlossen. Das gab Gesundheitsministerin Mónica García am Samstag bekannt. Demnach bleibt die Patientin mit leichten respiratorischen Symptomen wie Husten stabil und isoliert im Hospital San Juan.

Zweite Testung innerhalb von 24 Stunden entscheidend

Entsprechend dem geltenden Protokoll wird nun eine zweite diagnostische PCR durchgeführt, nachdem weitere 24 Stunden vergangen sind. Von diesem Ergebnis hängt das weitere Vorgehen ab: Bei einem erneuten Negativbefund würde sie als Kontaktperson eingestuft und zur Quarantäne in das Madrider Hospital Central de la Defensa Gómez Ulla verlegt. Sollte der Test jedoch positiv ausfallen, wäre eine Verlegung in die Hochsicherheits-Isolierstation (UATAN) des Hospital La Fe in Valencia vorgesehen.

Die Frau war am Freitag nach einer europäischen Gesundheitswarnung von den spanischen Gesundheitsbehörden kontaktiert und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in eine Isolierstation mit Unterdruckkammer gebracht worden. Sie gilt als erster in Spanien identifizierter Verdachtsfall im Zusammenhang mit dem Hantavirus-Ausbruch.

Weitere Kontaktpersonen unter Beobachtung

Neben diesem Fall werden in Spanien zwei weitere Kontaktpersonen überwacht, wie aus offiziellen Kreisen verlautete. Dabei handelt es sich um eine 45-jährige, asymptomatische Frau in Barcelona, die im Hospital Clínic auf Testergebnisse wartet. Eine dritte Person, eine Südafrikanerin, die ebenfalls den betreffenden Flug genommen und sich eine Woche in Barcelona aufgehalten hatte, ist bereits in ihr Heimatland zurückgereist und zeigt laut Angaben keine Symptome.

Gesundheitsministerin García betonte in einer Pressekonferenz die "exhaustiven" epidemiologischen Nachforschungen. Man verfolge "jede einzelne Person", die mit der Verstorbenen im Flugzeug saß, einschließlich dreier ausländischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Spanien. Ob weitere Kontakte auftauchen, könne sie nicht ausschließen, so die Ministerin, doch die Ermittlungen seien äußerst gründlich.

Quelle: Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums und der regionalen Gesundheitsbehörden.