
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Haftbefehl gegen mutmaßlichen Drahtzieher
Haftbefehl gegen mutmaßlichen Drahtzieher
Die spanische Justiz hat ein Exempel statuiert. Ein Mann, der als "Ideologe" einer organisierten Gruppe gilt, muss in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe wiegen schwer: Konspiration zur Begehung von Störungen der öffentlichen Ordnung und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Das Ermittlungsgericht Nummer 14 in Barcelona erließ den Haftbefehl – ohne Möglichkeit auf Kaution. Das berichtet das Portal Europa Press unter Berufung auf das katalanische Obergericht.
Verhaftungswelle nach dem Chaos
Die Festnahme ist Teil einer konsequenten Offensive gegen die Drahtzieher der Ausschreitungen vom 24. Oktober. Damals versetzte die Gruppierung 'Blocus' weite Teile der katalanischen Hauptstadt in Angst und Schrecken. Nun zeigt der Rechtsstaat seine Zähne: Neben dem erwachsenen Verdächtigen sitzt auch ein Jugendlicher in Haft. Der Minderjährige war am Donnerstag in Sant Sadurní d'Anoia festgenommen worden und befindet sich seit Samstag in einer geschlossenen Einrichtung.
Wer steckt hinter dem Chaos?
Die Ermittler sehen in dem Inhaftierten mehr als einen Mitläufer. Über soziale Netzwerke soll er die Fäden gezogen und die radikale Gruppe ideologisch befeuert haben. Die Justiz wertet dies als klaren Beleg für eine organisierte Struktur – und nicht als spontanen Ausbruch von Gewalt, wie Sympathisanten der Gruppe glauben machen wollen. Diese Argumentation, es handle sich um jugendlichen Überschwang, verfängt vor Gericht offenbar nicht. Zu schwer wiegen die Vorwürfe der Planung und Koordination.
Ein Signal an die Randalierer
Die Entscheidung des Ermittlungsrichters sendet eine unmissverständliche Botschaft: Wer in Katalonien Chaos organisiert, muss mit den Konsequenzen rechnen. Untersuchungshaft ist kein Kavaliersdelikt – sie ist die schärfste Waffe der Justiz vor einer Verurteilung. Die Behörden setzen damit ein Zeichen gegen die zunehmende Radikalisierung einzelner Gruppierungen.
Wie das katalanische Obergericht in einer Mitteilung auf der Plattform X bekannt gab, stützt sich die Entscheidung auf "Indizien für eine Verschwörung zur Begehung von Störungen und eine kriminelle Vereinigung". Damit ist die Messlatte für eine Entlassung vor dem Prozess hoch gelegt.
Quelle: europapress.es