Granada macht Schluss mit Schlaglöchern

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Granada macht Schluss mit Schlaglöchern

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Granada kämpft gegen den maroden Untergrund

Während andere Städte nur über klammen Kassen klagen, zieht Granada die Bagger an. Mit dröhnenden Maschinen und frischem Teer startet die andalusische Stadt im November ihre große Asphalt-Offensive. Die Botschaft an die Bürger ist unmissverständlich: Schluss mit Flickwerk und Holperstrecken.

Investition statt Stillstand

Rund 464.000 Euro fließen zunächst in die Sanierung von 17 Straßen und Abschnitten in allen acht Stadtbezirken. Das ist jedoch nur der Anfang. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll ein zusätzliches Budget von drei Millionen Euro die maroden Fahrbahnen grundlegend erneuern. Dieser Schritt ist überfällig und das wissen auch die Verantwortlichen. Ein Jahrzehnt lang wurde dieser Bereich nach Ansicht der Stadtspitze sträflich vernachlässigt, nun wird nachgesteuert.

Bürgermeisterin Marifrán Carazo verkauft die Aktion geschickt als Ergebnis solider Haushaltsführung. Tatsächlich ist es ein Befreiungsschlag: Dank eines Kredits kann der Vertrag für Instandhaltung erstmals seit zehn Jahren deutlich aufgestockt werden. Die Prioritätenliste für die nächsten 23 großen Verkehrsadern steht bereits. Entscheidend ist, dass die Stadtverwaltung dabei nicht am grünen Tisch entscheidet, sondern die Beschwerden aus den Stadtteilgremien und Nachbarschaftsvereinen ernst nimmt. Das ist gelebte Demokratie im Straßenbau.

Nachhaltigkeit als Bauprinzip

Granada setzt bei den Arbeiten auf eine Technologie, die weit über den Tellerrand des konventionellen Tiefbaus blickt. Zum Einsatz kommt eine Spezialmischung, die an der Universität Granada entwickelt wurde. Das Besondere: Bis zu 20 Prozent des Materials sind recycelt, zudem wird Gummi aus Altreifen beigemischt. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

Die Bilanz der neuen Methode kann sich sehen lassen: Über 740 Tonnen Abfall werden vermieden, und dank einer niedrigeren Verarbeitungstemperatur sinken die CO2-Emissionen um ein Viertel. Ein klares Zeichen, dass Kommunen beim Klimaschutz nicht nur über Busspuren und Solaranlagen reden müssen.

Ein Bauplan nach Plan

Die Arbeiten starten am 8. November an der Plaza del Humilladero und ziehen sich systematisch durch die Stadt. Die zeitliche Planung ist ambitioniert: Gearbeitet wird tagsüber und nachts, um die Behinderungen für den Verkehr gering zu halten. Bis zum 26. November soll die letzte Schicht auf der Calle Asturias im Stadtteil Zaidín aufgetragen sein.

Autofahrer müssen sich trotzdem auf Einschränkungen einstellen. Kurzfristige Sperrungen und Parkverbote sind unumgänglich. Doch wer ein langes Gesicht macht, verkennt die Lage: Granadas Straßen waren lange Zeit kein Ruhmesblatt. Nun geht die Stadt das Problem entschlossen an – mit einem klaren Fahrplan und einer Investition, die sich langfristig auszahlt.

Der Vorwurf, es handle sich nur um Kosmetik vor den nächsten Wahlen, verfängt nicht. Die Summen und die Detailplanung für das kommende Jahr zeigen: Hier wird Strukturpolitik betrieben, nicht Wahlkampfgetöse.


Quellen: Informationen basierend auf einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Granada, veröffentlicht über Europa Press am 25. Oktober.


Quelle: europapress.es

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