Marihuana-Plantagen und Waffenarsenal in Granada entdeckt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granada

Marihuana-Plantagen und Waffenarsenal in Granada entdeckt

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Großangelegte Operation gegen Drogenhandel

Die spanische Guardia Civil hat bei einem intensiven Einsatz gegen den Cannabis-Anbau in der Provinz Granada einen erheblichen Schlag gegen die organisierte Kriminalität erzielt. Wie die Behörde mitteilte, wurden zwischen dem 19. und 21. Oktober insgesamt 7.888 Marihuana-Pflanzen sichergestellt. Die Aktion, die im Rahmen des sogenannten Servicio de Alto Impacto durchgeführt wurde, richtete sich gegen den illegalen Anbau und Vertrieb von Drogen.

Nach Informationen von Europa Press beschlagnahmten die Einsatzkräfte bei den Durchsuchungen neben den Pflanzen auch 21 Waffen. Darunter befanden sich fünf Schusswaffen – zwei Kurzwaffen, zwei Schrotflinten und ein Gewehr – sowie sechzehn Druckluft-, Gas- und Schreckschusswaffen. Zusätzlich fanden die Beamten drei Elektroschockgeräte vom Typ Taser und Munition in den Kalibern 9 Millimeter und 22. Die Konfiszierung von Waffen, insbesondere solcher, die wie ein Maschinenpistolen-Nachbau oder ein Gewehr mit Zielfernrohr aussahen, verdeutlicht laut Behördenangaben das hohe Risiko, dem die Beamten bei ihren Einsätzen ausgesetzt waren.

Versteckte Anbauanlage zwischen Olivenbäumen

Die Ermittlungen erstreckten sich über 15 Gemeinden, darunter Cortes de Baza, Guadix und Atarfe. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Ortschaft Cogollos de la Vega. Dort entdeckten die Agenten am abschließenden Aktionstag in einem Erdversteck auf einem ländlichen Anwesen 490 Cannabispflanzen. Der als Zulo getarnte Raum war über einen schmalen, abfallenden Gang erreichbar und für die Aufzucht der Pflanzen technisch hochgerüstet. Beleuchtung, Belüftung, Klimaanlagen und eine eigene Wasserversorgung machten die unterirdische Plantage zu einer professionellen Anbaufläche.

Die Tarnung war ausgeklügelt: Ein für den Betrieb der Anlage notwendiges Klimagerät war mit Zweigen zwischen Olivenbäumen verdeckt worden, und auf dem Grundstück standen Wassertanks für die Bewässerung. Um das Versteck zu schützen, hatten die Betreiber zudem drei Überwachungskameras in den Bäumen installiert, die die Umgebung im Blick behielten und vor ungebetenen Besuchern warnen sollten.

Fahndungserfolge in mehreren Gemeinden

Die Bilanz der dreitägigen Offensive umfasst zudem eine Reihe weiterer Aufgriffe. In Fuente Vaqueros beschlagnahmten die Beamten bei sieben Hausdurchsuchungen 1.976 Pflanzen und leiteten Ermittlungen gegen sechs Personen ein. In Moraleda de Zafayona fanden die Einsatzkräfte 1.565 Pflanzen, von denen ein Großteil in Innenräumen kultiviert wurde, sowie über vier Kilogramm verarbeitetes Marihuana.

Ein koordinierter Schlag in den Orten Fuente Vaqueros, Pinos Puente, Chauchina und Valderrubio führte zur Sicherstellung von 1.225 Pflanzen, mehreren Waffen und einem fünfstelligen Bargeldbetrag. Bei dieser Aktion wurden fünf Personen festgenommen. Insgesamt endeten die Ermittlungen bisher mit 18 Festnahmen. Weitere 22 Verdächtige werden als Beschuldigte geführt.

Unterstützung durch Spezialeinheiten

Die Operation wurde von verschiedenen Ermittlungs- und Territorialeinheiten der Comandancia in Granada durchgeführt. Unterstützt wurden sie von der USECIC, einer Einheit für Bürger Sicherheit, sowie spezialisierten Kräften. In einem Fall arbeiteten die Beamten der Guardia Civil mit dem Zollfahndungsdienst Vigilancia Aduanera zusammen. Die beschlagnahmten Beweismittel umfassen neben den Pflanzen auch bereits geerntetes Marihuana, kleine Mengen Kokain, 90 Gramm Haschisch und diverses Equipment für den Drogenanbau.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und schließen weitere Festnahmen nicht aus. Die Beschuldigten müssen sich unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Stromdiebstahls und des illegalen Waffenbesitzes verantworten.


Quelle: europapress.es

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