Gefährliche Hitze: Spanien erwartet extreme Temperaturen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Spanien

Gefährliche Hitze: Spanien erwartet extreme Temperaturen

von Clara Weber

Wochenende unter Hitzeglocke

In weiten Teilen Spaniens steht ein heißes Wochenende bevor. Die staatliche Wetterbehörde Aemet hat einen Episoden mit sehr hohen und anhaltenden Temperaturen angekündigt, der sich zwischen Freitag und Samstag intensivieren soll. Der Höhepunkt wird zwischen Sonntag und Montag erwartet – es könnte sich sogar eine neue Hitzewelle formieren.

Bereits am Freitag gelten Warnungen für acht Autonome Gemeinschaften. In Andalusien, Galicien und Extremadura herrscht orangefarbene Warnstufe (erhebliches Risiko). In Aragón, Kastilien und León, Kastilien-La Mancha, Katalonien und der Gemeinschaft Madrid gilt die gelbe Warnstufe. Die Lage verschärft sich im Laufe des Wochenendes durch eine Wetterkonstellation aus einem Höhenrücken und einem isolierten Tiefdruckgebiet westlich der Iberischen Halbinsel. In Kombination mit starker Sonneneinstrahlung, stabiler Luftmasse und schwachen Winden breitet sich eine sehr trockene und heiße Luftmasse aus.

Gefahr für Gesundheit und Natur

Die Aemet stuft das „Gefahrenniveau als bedeutend“ ein – vor allem während der Mittagsstunden. Betroffen sind Outdoor-Aktivitäten und besonders gefährdete Personen wie Senioren oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Nächte bleiben in weiten Gebieten sehr warm, was die Erholung erschwert und das Risiko durch gespeicherte Hitze erhöht. Zudem steigt die Brandgefahr landesweit auf sehr hohe Werte.

Am Samstag werden die höchsten Anstiege im Norden erwartet, vor allem im Westen Galiciens mit 36 bis 39 Grad. Im Südwesten sind 38 bis 40 Grad möglich, in der südlichen Meseta, im Ebrotal und in den nordöstlichen Senken bis zu 38 Grad. Das Wetterportal Meteored bestätigt die Prognose und rechnet mit stabiler Lage, nur vereinzelten schwachen Regenfällen an der Kantabrischen Küste und nachmittäglichen Gewittern in Gebirgsregionen der südlichen Landeshälfte. Auf den Kanarischen Inseln zeigt sich der Himmel westlich teils bewölkt, östlich meist klar. Am Samstag werden in den Tälern des Guadalquivir und Guadiana sogar über 41 Grad erreicht.

Sonntag: Höhepunkt der Hitze

Der Sonntag dürfte die intensivste Phase des Episoden einläuten. Die Aemet erwartet verbreitet 36 bis 38 Grad im Großteil der Halbinsel und im Inland der Balearen. In den Tälern des Miño und Ebro, den nordöstlichen Senken und dem Südwesten sind 38 bis 40 Grad möglich. Die Spitzenwerte werden in den Tälern des Tajo, Guadiana und Guadalquivir erwartet: hier könnten die Thermometer auf bis zu 42 Grad klettern.

Meteored zufolge ist es „sehr wahrscheinlich“, dass am Sonntag offiziell von einer Hitzewelle gesprochen werden kann. Es bleibt meist wolkenlos, im Landesinneren bilden sich aber Wolken – jedoch kaum Regen, abgesehen von möglichen Gewittern in Gebirgsregionen. Im Norden steigen die Temperaturen deutlich, mehrere Provinzhauptstädte könnten über 40 Grad erreichen, viele weitere über 35 Grad.

Ausblick auf die neue Woche

Am Montag bleibt die Situation angespannt. In den inneren Kantabrischen Tälern werden 34 bis 36 Grad erwartet, im östlichen Teil sogar bis zu 40 Grad. Der weitere Verlauf hängt von der Entwicklung des Tiefs ab. Am wahrscheinlichsten ist, dass am Montag vom äußersten Westen her eine Abkühlung einsetzt, die sich am Dienstag auf das Kantabrische Meer ausweitet. Im Süden und Osten könnten die Temperaturen dagegen weiter steigen oder auf hohem Niveau verharren.

Für Dienstag prognostiziert die Aemet weiterhin sehr hohe Werte: 36 bis 38 Grad im Miño-Tal, weiten Teilen der Halbinsel und im Inland der Balearen; 37 bis 39 Grad im Ebrotal und den nordöstlichen Senken; 38 bis 40 Grad in den Flusstälern des Südwestens und des südöstlichen Drittels. Ab Mittwoch ist ein allmählicher Rückgang der Temperaturen wahrscheinlich, doch die Werte bleiben vielerorts hoch. Zudem steigt zu Wochenbeginn die Instabilität, mit möglichen nachmittäglichen Gewittern und geringen Niederschlägen in Bergregionen.

Wie die Zeitung 20 Minutos berichtet, basieren die Informationen auf den Prognosen der staatlichen Wetteragentur Aemet und des Portals Meteored.


Quelle: 20minutos.es