FMI eröffnet Technologiezentrum in Valencia

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Valencia

FMI eröffnet Technologiezentrum in Valencia

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Erste Auslandsdependance des IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird in Valencia sein erstes globales Zentrum für Informationstechnologie außerhalb von Washington eröffnen. Die Einrichtung soll künftig die weltweiten IT-Operationen der Institution unterstützen. Wie die zentrale Regierung in Madrid mitteilte, wurden die entsprechenden Vereinbarungen mit der Generalitat Valenciana unterzeichnet.

Das künftige Zentrum wird Dienstleistungen in den Bereichen digitale Infrastruktur, Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und digitale Innovation übernehmen. Es soll die technologischen Kapazitäten des Fonds stärken und dessen Arbeit für die Mitgliedsländer weltweit unterstützen. Die autonome Regierung der Valencianischen Gemeinschaft stellt für die Unterbringung denkmalgeschützte Räumlichkeiten zur Verfügung: Das Palacio de Calatayud in der Calle Micalet, ein Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert, befindet sich in der letzten Phase seiner Renovierung. Die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres vorgesehen.

Auswahl nach Bewertungsverfahren

Die Entscheidung für Valencia fiel laut Angaben der spanischen Regierung nach einem umfassenden Evaluierungsprozess. Berücksichtigt wurden demnach das Technologie-Ökosystem der Stadt, die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, die strategische Lage sowie die internationale Ausrichtung der Metropole. Der operative Betrieb des Zentrums soll schrittweise anlaufen, parallel zum Ausbau der personellen und technischen Ausstattung.

Regionalregierung sieht Bestätigung

Der Präsident der Generalitat, Juanfran Pérez Llorca, wertete die Ansiedlung als Ergebnis der Bemühungen seiner Verwaltung, die Region als Innovations- und Technologiestandort zu positionieren. Man habe in den vergangenen Monaten intensiv für die Ansiedlung geworben. Die Entscheidung des IWF belege, dass die Region über das erforderliche Talent, die Infrastruktur und die Leistungsfähigkeit verfüge. Llorca sprach von einer strategischen Chance, Valencia und sein Umland als europäischen Knotenpunkt für digitale Dienste internationaler Organisationen zu etablieren.

Die Regionalregierung verwies in diesem Zusammenhang auf bereits bestehende Einrichtungen: die IT-Einrichtung der Vereinten Nationen in Quart de Poblet, das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum in Alicante sowie das Technologiezentrum der Asiatischen Entwicklungsbank in Valencia. Diese Präsenz multilateraler Organisationen unterstreiche die internationale Anerkennung des Standorts.

Erwartete Effekte auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft

Mit der neuen IWF-Niederlassung sollen direkt hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen, etwa für Software-Ingenieure, Cybersicherheitsspezialisten, Cloud-Architekten und Datenanalysten. Dies könnte dazu beitragen, Fachkräfte in der Region zu halten und neue Talente anzuziehen. Über indirekte Beschäftigungseffekte hinaus erwartet die Verwaltung positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, etwa durch die Vergabe von Aufträgen an Dienstleister aus den Bereichen Technologieberatung, Telekommunikation, Ingenieurwesen, Prüfung und Recht sowie durch zusätzliche Nachfrage in Hotellerie und Transport.

Geplante Zusammenarbeit mit Forschung und Wirtschaft

Laut Angaben der Regionalregierung soll das IWF-Zentrum als Impulsgeber für das digitale Ökosystem der Region wirken. Geplant ist die Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen in Valencia. Dadurch könnten Projekte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Datenanalyse angestoßen werden. Die Präsenz des Fonds dürfte zudem die Attraktivität der Stadt für weitere Technologieinvestitionen erhöhen. Wie das Nachrichtenportal Europa Press berichtet, hat die Generalitat die Vereinbarungen mit der Zentralregierung und dem IWF abgeschlossen. Die schrittweise Inbetriebnahme des Zentrums ist für die kommenden Monate vorgesehen.


Quelle: europapress.es

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