
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Extreme Temperaturen bedrohen die Bevölkerung
Ein stabiles Hochdruckgebiet in Verbindung mit einer isolierten Höhenkaltluft (DANA) westlich der Iberischen Halbinsel sorgt für eine extreme Wetterlage. Wie die staatliche Wetteragentur Aemet mitteilt, steigen die Temperaturen ab Freitag in weiten Teilen Spaniens massiv an. Der Höhepunkt wird zwischen Sonntag und Montag erwartet – dann könnte offiziell von einer Hitzewelle gesprochen werden.
Bereits am Freitag gelten für acht der 17 autonomen Gemeinschaften Warnungen. In Andalusien, Galicien und Extremadura wurde die zweithöchste Warnstufe orange ausgerufen. Aragón, Kastilien-León, Kastilien-La Mancha, Katalonien und die Gemeinschaft Madrid stehen auf Gelb. Der Grund: eine trockene und sehr warme Luftmasse, die durch geringe Bewölkung und schwache Winde begünstigt wird. Die Aemet betont, dass das Risiko für gefährdete Gruppen – insbesondere ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen – in den Mittagsstunden als „bedeutend“ eingestuft wird. Auch die Nächte bleiben in vielen Regionen ungewöhnlich warm, was die Erholung erschwert und die gesundheitliche Belastung erhöht.
Am Samstag steigen die Temperaturen weiter, vor allem im Nordwesten. Im Westen Galiciens sind 36 bis 39 Grad möglich. Im Südwesten Spaniens klettern die Werte auf 38 bis 40 Grad, während in der südlichen Hochebene, im Ebro-Tal und in den nordöstlichen Senken bis zu 38 Grad gemessen werden. Der Wetterdienst Meteored bestätigt diesen Trend und prognostiziert für den Samstag Spitzenwerte von über 41 Grad in den Tälern des Guadalquivir und des Guadiana.
Der Sonntag gilt als der kritischste Tag. Die Aemet erwartet verbreitet 36 bis 38 Grad im gesamten Festland und im Inland der Balearen. In den Tälern des Miño, des Ebro, in den nordöstlichen Senken und im Südwesten sind 38 bis 40 Grad vorhergesagt. Die extremsten Werte werden für die Täler des Tajo, Guadiana und Guadalquivir erwartet – dort könnten die Thermometer bis zu 42 Grad anzeigen. Meteored hält es für „sehr wahrscheinlich“, dass an diesem Tag die Kriterien für eine offizielle Hitzewelle erfüllt sind. Zahlreiche Provinzhauptstädte werden die 40-Grad-Marke überschreiten, viele weitere liegen über 35 Grad.
Auch zu Beginn der nächsten Woche bleibt die Lage angespannt. Am Montag sind in den inneren Tälern des Kantabrischen Meeres 34 bis 36 Grad zu erwarten, im Osten dieser Region lokal sogar 40 Grad. Zwar deutet sich ab Montag von Westen her eine leichte Abkühlung an, die sich am Dienstag auf den Kantabrischen Raum ausweitet. Im Süden und Osten der Halbinsel jedoch steigen die Temperaturen voraussichtlich weiter oder bleiben auf extrem hohem Niveau. Der Dienstag bringt in weiten Teilen erneut 36 bis 38 Grad, im Ebro-Tal und in den nordöstlichen Senken 37 bis 39 Grad, im Südwesten und Südosten sogar 38 bis 40 Grad.
Ab Mittwoch ist ein allmählicher Rückgang der Temperaturen wahrscheinlich, wie die Aemet mitteilt. Allerdings bleiben die Werte in zahlreichen Regionen weiterhin erhöht. Gleichzeitig nimmt die atmosphärische Instabilität zu: In den Bergregionen sind am Nachmittag lokale Gewitter mit geringen Niederschlagsmengen möglich. Die Waldbrandgefahr steigt parallel zu den Temperaturen auf ein sehr hohes Niveau an.
Quelle: 20minutos.es