Bruna bringt Regen und Entwarnung

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Vélez-Málaga

Bruna bringt Regen und Entwarnung

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Ein Sturmtief namens Bruna fegt die Reste des Sommers hinweg

Wer in diesen Tagen in der Axarquía auf blauen Himmel und warme Sonnenstrahlen gehofft hat, wird enttäuscht. Die erste große atlantische Depression dieser Herbstsaison nimmt Kurs auf die Iberische Halbinsel. Ihr Name: Bruna. Und die bringt genau das, was die Landwirtschaft in der Region zwischen Málaga und der Costa del Sol dringend benötigt: Regen. Doch Vorsicht, der Schein trügt – es könnte auch zu viel des Guten werden.

Die Ruhe vor dem Sturm: Ein Sonntag mit versteckter Drohung

Am heutigen Sonntag zeigt sich der Himmel über der Provinz noch von seiner harmlosen Seite. Hohe und mittlere Wolkenfelder ziehen auf, die Temperaturen bleiben mild. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Unwetter. Schon in der Nacht kündigt sich an, was ab Montagfrüh zur Gewissheit wird: Die Ausläufer von Bruna erreichen die Küstenregion und bringen flächendeckend Niederschläge. Der spanische Wetterdienst AEMET warnt in einer offiziellen Stellungnahme vor einem „Episode intensiver Regenfälle, starkem Wind und schwerer See“ – betroffen sind weite Teile des Festlandes sowie die Kanarischen Inseln.

Ein Blick auf die Karte: Wer bekommt wie viel ab?

Während Galicien, Extremadura und die westliche Andalusiens mit besonders hohen Mengen rechnen müssen – stellenweise werden über 200 Liter pro Quadratmeter erwartet –, zeigt sich Bruna an der Axarquía zunächst von ihrer moderaten Seite. Das Wettermodell ECMWF prognostiziert für die Region um Vélez-Málaga kräftige, aber keine extremen Regenfälle. Dennoch warnt AEMET ausdrücklich, dass die Unsicherheiten groß sind und die tatsächliche Intensität erst kurzfristig präzisiert werden kann. Wer jetzt schon mit Sandsäcken plant, mag übertrieben handeln – wer aber glaubt, die Warnungen ignorieren zu können, spielt mit dem Feuer.

Der Mittwoch wird zum Zünglein an der Waage

Besonders brisant ist die Entwicklung für Mittwoch. Ein sekundäres Tief, das von Bruna aus dem Bereich westlich der Kanaren mitgerissen wird, könnte die gesamte Lage kippen lassen. Seine genaue Zugbahn entscheidet darüber, ob die Axarquía nur gestreift oder doch deutlich härter getroffen wird. Aktuell gehen die Meteorologen von anhaltenden, teils kräftigen Schauern in ganz Andalusien aus. Die Temperaturen sinken spürbar – ein klarer Hinweis darauf, dass der Sommer endgültig Geschichte ist.

Die gute Nachricht für die Wasserspeicher

So unbequem das Wetter für Wochenendausflüge und Terrassenbesuche ist, so wichtig ist es für die Region. Die Stauseen in Málaga kämpfen seit Monaten mit niedrigen Füllständen. Jeder Liter Regen hilft. Doch die Meteorologen warnen auch vor den Begleiterscheinungen: Starkregen auf ausgetrocknete Böden kann zu Sturzfluten führen. Die Behörden sollten nicht erst reagieren, wenn das Wasser in den Straßen steht – sondern jetzt die Kanäle reinigen und die Warnketten aktivieren.

Der Ausblick: Beruhigung ab Donnerstag?

Für alle, die den Regen nicht mögen: Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Ab Donnerstag soll die Intensität der Niederschläge laut AEMET allmählich nachlassen. Ganz vorbei ist es allerdings noch nicht – einzelne kräftige Schauer bleiben möglich. Die kommenden Tage werden also zeigen, ob Bruna als Held oder als Störenfried in die Chronik der Axarquía eingeht. Fest steht: Es wird nass.

Wie die Zeitung Axarquía Plus unter Berufung auf den staatlichen Wetterdienst AEMET berichtet, wird das Sturmtief Bruna die Region mindestens bis Mittwoch beeinflussen.


Quelle: axarquiaplus.es

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