
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Zwei Verdächtige nach Terrorverdacht in Untersuchungshaft
Haftbefehl nach Fund sensibler Informationen
Der Richter der spanischen Audiencia Nacional, Antonio Piña, hat Untersuchungshaft für zwei Personen angeordnet, die am vergangenen Samstag in Irun (Gipuzkoa) festgenommen wurden. Ihnen wird vorgeworfen, in Verbindung mit terroristischen Aktivitäten zu stehen. Wie Justizkreise bestätigten, folgte der Richter damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft.
Die beiden Verdächtigen – ein 34-jähriger Mann und eine 22-jährige Frau – stehen im Verdacht, einer radikalen Gruppierung mit abertzaler Ideologie anzugehören, die bereits seit einiger Zeit im Fokus der Ermittler stand. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation, einen Anschlag auf den öffentlichen Frieden sowie den Besitz und die Herstellung von Waffen und Sprengstoff vor.
Sicherstellung bei Kontrolle im September
Den Ermittlungen zufolge waren die Verdächtigen bereits im September ins Visier der Polizei geraten. Bei einer Kontrolle in Eskoriatza (Gipuzkoa) hatte die baskische Polizei Ertzaintza drei Personen gestoppt, die diverses "sehr sensibles" Material bei sich führten. Zu diesen Personen lagen den Beamten bereits "relevante Vorerkenntnisse" vor. Einer der Stoppten, ein Mann irischer Herkunft, soll Verbindungen zur IRA haben oder gehabt haben.
Bei dem sichergestellten Material handelte es sich offenbar um Informationen über spanische Sicherheits- und Polizeikräfte. Zudem fanden die Ermittler Hinweise auf einen möglichen Ort, an dem Waffen und Sprengstoffe gelagert sein könnten. Die beiden nun inhaftierten Verdächtigen hatten sich am Samstag freiwillig zusammen mit ihrem Anwalt der Polizei in Irun gestellt und wurden am Dienstag dem Untersuchungsrichter in der Audiencia Nacional vorgeführt.
Die Ermittlungen zu dem möglichen Waffenlager und den weiteren Verbindungen der Gruppe dauern an. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, handelt es sich bei den Festgenommenen um Personen, die zuvor nicht inhaftiert waren, aber im Kontext einer laufenden Untersuchung gegen die radikale Gruppierung standen.
Quelle: europapress.es