Festnahmen nach Sicherheitsmaterial-Fund

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Irun

Festnahmen nach Sicherheitsmaterial-Fund

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Zwei Verdächtige nach Terrorermittlungen in Gewahrsam

In der baskischen Grenzstadt Irun sitzen ein 34-jähriger Mann und eine 22-jährige Frau in Polizeigewahrsam. Die beiden waren am Samstag in Begleitung ihres Anwalts auf einer Polizeiwache erschienen, wo sie festgenommen wurden. Ihnen wird ein mutmaßliches Terrorismusdelikt vorgeworfen, wie die baskische Polizei mitteilte.

Der Festnahme ging ein monatelanger Ermittlungskomplex voraus. Bereits Ende September hatten Einsatzkräfte der Ertzaintza bei einer Kontrolle in Eskoriatza drei Personen gestoppt. Bei ihnen fanden die Beamten nach Angaben des baskischen Innenressorts hochsensibles Material: Unter anderem trugen sie Informationen über Sicherheitskräfte bei sich sowie Hinweise auf einen möglichen Ort, an dem vermutlich Waffen und Sprengstoff gelagert sein könnten.

Einer der damals kontrollierten Männer soll irischer Herkunft sein und Verbindungen zur IRA gehabt haben oder noch haben. Die Ermittler gehen nach Informationen der Nachrichtenagentur Europa Press davon aus, dass die Gruppe einem radikalen, abertzale-ideologischen Umfeld zuzurechnen ist und bereits zuvor im Fokus der Behörden stand.

Zusammenarbeit mit der Audiencia Nacional

Die baskische Polizei schaltete aufgrund der Schwere der Vorwürfe frühzeitig die Audiencia Nacional ein, das zentrale Strafgericht in Madrid. Die sogenannte Oficina Central de Inteligencia der Ertzaintza führte die Ermittlungen fort und stand dabei in engem Austausch mit den Richtern.

In den vergangenen Tagen verdichteten sich die Hinweise. Die beiden nun Festgenommenen stellten sich eigenen Angaben zufolge selbst der Polizei – begleitet von ihrem Rechtsbeistand. Nach ihrer Vernehmung und weiteren Ermittlungsschritten sollen sie der Audiencia Nacional überstellt werden. Die Ermittlungen sind nach Angaben der baskischen Behörden weiterhin nicht abgeschlossen.


Quelle: europapress.es

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