Waldbrände in Spanien: 262.030 Hektar verbrannt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Waldbrände in Spanien: 262.030 Hektar verbrannt

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Zwischenbilanz der Feuer-Saison

Spanien kämpft auch in diesem Jahr wieder mit verheerenden Waldbränden. Nach vorläufigen Angaben des Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen (MITECO) sind seit dem 1. Januar bis zum 20. August insgesamt 262.030 Hektar Land in Flammen aufgegangen. Besonders alarmierend: Darunter befinden sich 43 Großbrände, also Feuer, die mehr als 500 Hektar erfasst haben.

Die Zahlen stammen aus einem internen Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach bleibt die Lage ernst, auch wenn die jüngsten Wetteraussichten etwas Entspannung versprechen. Die Staatliche Wetteragentur AEMET erwartet für das kommende Wochenende einen allgemeinen Temperaturrückgang sowie Regenfälle, die vor allem im Norden und Nordosten der Halbinsel für Erleichterung sorgen könnten.

Dank an Einsatzkräfte und Appell zur Vorsicht

Umweltministerin Sara Aagesen nutzte die Gelegenheit, um den vielen Helfern zu danken, die im Einsatz sind – von Forstfeuerwehrleuten über Sanitäter bis hin zu Sicherheitskräften und Wissenschaftlern. Auch die Koordination durch regionale und lokale Verwaltungen lobte sie ausdrücklich. Bei einer Sitzung des Umweltausschusses, an der auch Staatssekretär Hugo Morán und Fachleute der Generaldirektion für Biodiversität teilnahmen, betonte sie jedoch: „Spanien befindet sich weiterhin in der Hochrisikophase für Waldbrände.“ Die Bevölkerung rief sie zu größter Umsicht und Verantwortung auf.

Europaweiter Vergleich und Vorjahresdaten

Das Europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS, das zum Copernicus-Programm gehört, liefert sogar noch höhere Zahlen: Bis zum 19. August wurden dort 296.999 betroffene Hektar für Spanien verzeichnet. Das entspricht fast der Hälfte aller in der EU verbrannten Flächen – insgesamt waren es in der Union 616.202 Hektar.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich allerdings eine leichte Verbesserung: Am 19. August 2025 hatten bereits 367.520 Hektar gebrannt. Damals war die Lage im August besonders dramatisch, als die verbrannte Fläche innerhalb von zwei Wochen von rund 45.000 auf über 367.000 Hektar anstieg. Am Ende summierte sich das Jahr 2025 auf 393.079 Hektar – der höchste Wert seit 1994.

Nach den aktuellen Statistiken ist Spanien mit 422 registrierten Feuern das zweithäufigst betroffene Land in der EU, hinter Italien (448) und vor Frankreich (355). Das Ministerium meldete außerdem, dass erstmals seit Beginn der diesjährigen Kampagne am 17. August die verbrannte Fläche unter dem Wert des gleichen Tages im Vorjahr lag: 254.730 Hektar im Vergleich zu 295.580 Hektar im Jahr 2025.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, bleibt die Lage dynamisch, und die Einsatzteams sind weiterhin in höchster Alarmbereitschaft. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die erhofften Regenfälle tatsächlich eine Wende bringen.


Quelle: 20minutos.es

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