
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
2,35 Millionen gegen das Landsterben in Granada
Zehn Projekte, ein Ziel
Das spanische Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (Miteco) hat zehn Initiativen aus der Provinz Granada in die Förderrunde 2025 aufgenommen. Insgesamt fließen dafür rund 2,35 Millionen Euro in die Region. Die ausgewählten Vorhaben stammen von lokalen Behörden – von der Provinzregierung über Gemeindeverbände bis hin zu einzelnen Rathäusern.
Bundesweit wurden 189 Projekte mit insgesamt 40 Millionen Euro bedacht. Das Programm zielt darauf ab, strukturschwache Regionen zu stärken, neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und den Folgen der Abwanderung entgegenzuwirken. Andalusien führt das Ranking mit 41 geförderten Projekten an, gefolgt von Kastilien und León (37), Aragonien (21) und Katalonien (16).
Von Energieberatung bis Filmroute
Die Provinzverwaltung von Granada erhält für ihr Vorhaben „Red de Oficinas Locales de Energía" knapp 300.000 Euro. Damit soll ein Netzwerk lokaler Energieberatungsstellen aufgebaut werden. Die Mancomunidad de la Comarca de Guadix investiert ihre 299.600 Euro in „WADI-Connect", einen Pilotversuch für bedarfsorientierte Mobilität auf dem Land.
Im Marquesado del Zenete setzt man dagegen auf Kultur: Mit 300.000 Euro wird die „Ruta del Cine" gefördert, die Drehorte der Region mit Virtual-Reality-Erlebnissen verbindet. Auch kleinere Gemeinden profitieren. Cuevas del Campo erhält rund 200.000 Euro für ein regionales Berufsbildungszentrum. Moclín bekommt 170.750 Euro für ein Pflege-Ökosystem unter dem Namen „Moclín Cuida".
Wasser, Technik und Geschichte
Játar investiert 200.000 Euro in ein Innovationszentrum für die Agrar- und Lebensmittelbranche. Vélez de Benaudalla setzt mit 170.000 Euro auf die Verbindung von digitalem Kulturerbe und Klimaanpassung rund um den historischen Nasridengarten. Fonelas erhält 157.500 Euro für die Reaktivierung seiner traditionellen Bewässerungssysteme als Motor nachhaltiger Entwicklung.
Der Gemeindeverband der Costa Tropical bekommt knapp 255.000 Euro für ein intelligentes System zur wirtschaftlichen Aktivierung der Küstenorte. Und in der Comarca de Huéscar fließen 300.000 Euro in das Programm „Huéscar VIVE", das Tourismus und Wohnqualität in der Region der ersten europäischen Siedler fördern soll.
Hoffnung auf Replizierbarkeit
Ziel der Förderung ist es laut Ministerium, Modellprojekte zu unterstützen, die auf andere Regionen mit ähnlichen Problemen übertragbar sind. Lokale Verwaltungen sollen gestärkt werden, um wirtschaftliche Vielfalt zu schaffen, den Klimawandel zu bewältigen und Menschen langfristig an ihre Heimat zu binden. Wie die Behörde betont, geht es auch darum, neue Bewohner anzuziehen – ein ebenso ambitioniertes wie notweniges Vorhaben in einer der am stärksten von Entvölkerung betroffenen Regionen Spaniens. (Europa Press)
Quelle: europapress.es