Litauisches Netzwerk stahl Luxusautos in Andalusien

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Litauisches Netzwerk stahl Luxusautos in Andalusien

von Redaktion

Spektakulärer Schlag gegen internationale Autodiebe

Die Nationalpolizei hat nach monatelangen Ermittlungen ein kriminelles Netzwerk ausgehoben, das auf den Diebstahl hochwertiger japanischer Fahrzeuge in der andalusischen Region Axarquía spezialisiert war. Sechs mutmaßliche Mitglieder der überwiegend litauischen Bande wurden in den Provinzen Málaga, Almería und Alicante festgenommen, vier von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Wie die Ermittler berichten, konnten bisher 13 gestohlene Autos sichergestellt und an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.

Eine gut geölte kriminelle Maschinerie

Die Organisation operierte mit bemerkenswerter Professionalität und arbeitsteiliger Struktur. Angeführt wurde sie von Köpfen in Almería, die Anweisungen an ihre Komplizen in der Provinz Málaga gaben. Eine erste Gruppe war ausschließlich für den Diebstahl der Fahrzeuge zuständig. Die ausgewählten Autos – stets Modelle einer bestimmten japanischen Marke mit sehr geringer Laufleistung – wurden anschließend an abgelegene Orte gebracht, um sie für eine gewisse Zeit “abkühlen” zu lassen und so polizeiliche Fahndungsmaßnahmen zu umgehen.

Vom Diebstahl zum Verkauf mit gefälschter Identität

Nach dieser Wartephase transportierte die Bande die Fahrzeuge nach Almería. Dort begann der entscheidende Schritt des sogenannten “Maquillaje”: Die Autos erhielten eine neue Identität. Dazu gehörten gefälschte Kennzeichen, manipulierte Fahrgestellnummern und komplett erfundene Papiere. Mit dieser neuen, sauberen Geschichte wurden die Luxuswagen sowohl auf dem spanischen Markt als auch in anderen EU-Ländern zum Verkauf angeboten. Die Organisation verfügte laut Polizeiangaben über eigenes Personal, das auf die Fälschung von Dokumenten spezialisiert war.

Durchsuchungen bringen Beweismaterial ans Licht

Bei den Festnahmen in Mijas, Vélez-Málaga und Orihuela (Alicante) beschlagnahmten die Beamten umfangreiches Beweismaterial. Dazu zählten Werkzeuge für Fahrzeugdiebstähle, Geräte und Software zum Klonen von Steuergeräten und Schlüsseln, Ausrüstung zur Dokumentenfälschung sowie mehr als 2.000 Euro in bar. Die Ermittlungen, die ihren Ausgangspunkt in einer Häufung von Diebstahlsmeldungen in der Provinz Málaga nahmen, sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Festnahmen und die Sicherstellung weiterer Fahrzeuge werden nicht ausgeschlossen.

Quelle: Polizeiliche Ermittlungsunterlagen.

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