
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Neue Metrolinie zu Son Espases: Jetzt Einwände möglich
Ausbau des Metro-Netzes nimmt Form an
Die Pläne für eine bedeutende Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs in der Hauptstadt Mallorcas treten in eine neue Phase. Wie die Regionalregierung der Balearischen Inseln mitteilte, liegt nun der sogenannte informative Studie für die neue Metrolinie von Palma zum Universitätskrankenhaus Son Espases öffentlich aus. Dies bedeutet, dass Bürger, Verbände und Institutionen nun offiziell Einblick in die Planungen nehmen und diese kommentieren können.
Frist für Beteiligung und geplante Strecke
Das Zeitfenster für diese Beteiligung ist fest umrissen: Laut Veröffentlichung im Amtsblatt der Baleares (BOIB) vom vergangenen Samstag bleiben genau 45 Tage, um schriftliche Einwände oder Anregungen sowohl zum Verkehrsgutachten als auch zum strategischen Umweltdokument vorzubringen. Dieser Schritt ist ein gesetzlich vorgeschriebener Part in der Planung großer Infrastrukturvorhaben.
Die geplante Strecke führt über eine Gesamtlänge von etwa sechs Kilometern vom zentralen Intermodalen Bahnhof in Palma aus. Nach der Nutzung der drei bereits existierenden Stationen Jacint Verdaguer und Son Costa soll die Linie in einen komplett neuen, unterirdischen Abschnitt von vier Kilometern übergehen. Hier sind vier neue Haltestellen vorgesehen: Son Hugo/Son Pardo, Son Rossinyol/Son Pacs, Son Espases und schließlich Secar de la Real/Son Serra Parera. Die Fahrzeit zwischen Stadtzentrum und Klinikum soll damit auf nur zehn Minuten schrumpfen.
Hintergrund: Verkehrsentlastung und hohe Nachfrage erwartet
Das Projekt ist weit mehr als nur eine Verbindung zum Krankenhaus. Es folgt, wie das zuständige Ministerium für Wohnungswesen, Territorium und Mobilität betont, einer "strategischen Zukunftsvision". Die Linie soll verschiedene Stadtteile, Gewerbegebiete sowie sportliche, medizinische und Bildungseinrichtungen besser anbinden und die Grundlage für spätere Erweiterungen des Stadtbahnnetzes in Richtung Ponent (Westen) schaffen.
Die veranschlagten Zahlen unterstreichen die Bedeutung: Die Prognose geht von bis zu drei Millionen Fahrgästen pro Jahr aus. Die Kostenschätzung für den Bau beläuft sich auf rund 230 Millionen Euro. Sollten fünf neue Züge für die Strecke beschafft werden, könnte die Summe auf etwa 300 Millionen Euro steigen. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, die Bauarbeiten im Jahr 2029 zu beginnen und 2033 abzuschließen.
Quelle: Mitteilung der Conselleria de Vivienda, Territorio y Movilitat sowie BOIB.