
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Neue Entwicklungen im Fall Jubany
Hauptverfahren gegen Laiglesia eröffnet
Im Fall des 2001 getöteten Helena Jubany hat die zuständige Untersuchungsrichterin in Sabadell die Anklagezulassung gegen Santiago Laiglesia beschlossen. Wie aus dem Beschluss hervorgeht, folgte das Gericht damit den Anträgen der Staatsanwaltschaft sowie der Nebenklage, die eine Anklageerhebung gefordert hatten.
Die Entscheidung fiel im Anschluss an eine Anhörung am Freitagvormittag. In diesem Termin hatte die Verteidigung von Laiglesia erneut auf eine Einstellung des Verfahrens plädiert. Zudem brachte sie eine neue These ins Verfahren ein: Die DNA-Spuren ihres Mandanten an der Kleidung des Mordopfers könnten möglicherweise durch eine „indirekte Übertragung“ dorthin gelangt sein.
Verfahren gegen Mitbeschuldigten eingestellt
Für einen zweiten Beschuldigten, Xavier Jiménez, ordnete die Ermittlungsrichterin hingegen die vorläufige Einstellung des Verfahrens an. Dies geschah, da weder die Staatsanwaltschaft noch die Privatklage die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen ihn beantragt hatten. Die Ermittlungen in dem Fall, der seit mehr als zwei Jahrzehnten für Aufsehen sorgt, bleiben damit auf Laiglesia fokussiert.
Der Fall Jubany gilt als einer der komplexesten Kriminalfälle Kataloniens. Die junge Frau war vor über zwanzig Jahren in Sabadell getötet worden. Der aktuelle Beschluss markiert einen weiteren Schritt hin zu einer möglichen strafrechtlichen Aufarbeitung vor einem Schwurgericht.
Quelle: europapress.es