
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Nach mehr als 30 Stunden: Brand im Málaga-Hotel gelöscht
Vier Stockwerke komplett zerstört
In der Innenstadt von Málaga hat ein Großbrand ein vierstöckiges Gebäude komplett zerstört, in dem das Hotel Ibis Centro Málaga Ciudad und die Bar „Le Grand Café“ untergebracht waren. Wie der Leiter des städtischen Feuerwehr- und Rettungsdienstes, Salvador Castillo, gegenüber Medien berichtete, konnten die Einsatzkräfte den Brand erst nach mehr als 30 Stunden kontinuierlicher Arbeit um 10:30 Uhr am Dienstagmorgen endgültig löschen. Die Flammen zerstörten das gesamte Gebäude.
Rasante Ausbreitung durch Dekorationsmaterial
Der Brand begann in der Nacht zum Montag gegen 1:26 Uhr in der Bar im Erdgeschoss. Laut Einsatzkräften führte das dort verwendete Dekorationsmaterial – Holz, Schmiedeeisen-Elemente und Akustik-Dämmung – zu einer besonders schnellen und heftigen Ausbreitung der Flammen. Diese griffen rasch auf die darüberliegenden Hotel-Etagen über. Bei der Ankunft der ersten Löschzüge waren bereits über hundert Hotelgäste in Sicherheit gebracht worden und wurden später in andere Hotels umquartiert.
Versteckte Glutnester und eine gefährliche Rückkehr der Flammen
Die Lösch- und Kühlarbeiten wurden bis in den Montagmorgen fortgesetzt. Die Situation erschien zunächst kontrolliert. Doch ein Teil des Feuers blieb in der komplexen Gebäudestruktur verborgen und war schwer zu lokalisieren. Die Gäste konnten in dieser Phase nicht zurück in ihre Zimmer, um persönliche Gegenstände zu holen. „Es wird Zimmer geben, die mehr abgebrannt sind, und Menschen, die ihre Dokumente nicht retten können“, sagte Benito Martínez, Einsatzleiter während des Mittags.
Die Arbeit wurde am Montagnachmittag von vier Löschzügen fortgeführt. Dann kam der kritische Moment: Das Feuer flammte, insbesondere im obersten Stockwerk, wieder massiv auf und zwang die Einsatzkräfte, zusätzliche Unterstützung zu alarmieren. Ab 15:30 Uhr wurden zwei weitere Löschzüge mit Autobomben hinzugezogen. Zu diesem Zeitpunkt kämpften insgesamt sechs Einheiten mit zwei Autodrehleitern, vier Löschfahrzeugen und drei Tanklöschfahrzeugen gegen die Flammen.
Marathon für die Feuerwehr
Mit Einbruch der Nacht wurden einige Einheiten abgezogen. Drei Löschzüge blieben jedoch über die gesamte Nacht bis zum Dienstagmorgen im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und versteckte Glutnester zu bekämpfen. Mit Beginn der Tageslichtphase organisierten die Einsatzleiter Turnus und Ablösungen für die Mannschaften, die bereits über 24 Stunden im Dienst waren.
Um 10:30 Uhr am Dienstag verkündeten Salvador Castillo und der Sicherheitsdezernent Avelino Barrionuevo die endgültige Löschung des Brandes. Die Feuerwehr wird jedoch noch weiterhin Kühl- und Sicherungsarbeiten durchführen, bis die Situation vollständig stabilisiert ist. Der katastrophale Brand hinterlässt ein komplett ausgebranntes Gebäude, über hundert obdachlose Gäste und eine marathonartige Einsatzdauer für die Feuerwehr von Málaga.
Quelle: malagahoy.es