
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Größter MDMA-Fund in Europa
Ermittlern der spanischen Nationalpolizei ist in Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden und Europol ein schwerer Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Im Zentrum der Operation stand eine kriminelle Organisation, die an der Costa del Sol operierte – ein Netzwerk, das nach Erkenntnissen der Fahnder vor allem aus niederländischen Staatsbürgern bestand.
Internationale Verbindungen
Die Ermittlungen reichen bis Anfang 2025 zurück, als die Beamten erste Hinweise auf die Gruppe erhielten. Die mutmaßlichen Täter sollen systematisch synthetische Drogen sowie Kokain und Marihuana über die Grenzen gebracht haben. Besonders brisant: Ein geplanter Austausch von MDMA gegen Kokain mit Destination Afrika. Von dort aus sollte das Kokain über spanische Häfen zurück nach Europa gelangen, wie die Axarquía Plus berichtet.
Die Beschlagnahmung
Ein entscheidender Durchbruch gelang, als die Polizei eine versteckte Lieferung in einem Kran entdeckte. Diese sollte vom Hafen Antwerpen aus nach Ghana verschifft werden. Durch die koordinierten Maßnahmen der spanischen und niederländischen Einsatzkräfte konnte die Fracht noch vor Verlassen des europäischen Kontinents sichergestellt werden. Das Ergebnis: 859 Kilogramm MDMA, 88 Kilo Ecstasy-Tabletten, über 600 Cannabispflanzen, mehrere Waffen und Luxusgüter wie Autos und Uhren. Zudem stellten die Beamten mehr als 46.000 Euro Bargeld sicher.
Festnahmen und Durchsuchungen
Insgesamt 15 Personen wurden festgenommen – fünf in Torremolinos, drei in Fuengirola, jeweils eine in Marbella, Estepona, Mijas und Sevilla sowie drei weitere in den Niederlanden. Bei den anschließenden zwölf Durchsuchungen in den Provinzen Málaga, Sevilla und Granada sowie einer Razzia in den Niederlanden wurden zudem drei Indoor-Marihuanaplantagen ausgehoben.
Die Operation ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen wurden mit Unterstützung der EU finanziert und laufen weiter – mit dem Ziel, weitere Drahtzieher zur Rechenschaft zu ziehen.
Quelle: axarquiaplus.es