Málagas teuerste und günstigste Viertel

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Málagas teuerste und günstigste Viertel

von Redaktion

Der Mietmarkt in Málaga bleibt angespannt und bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Einer ersten experimentellen Statistik des Nationalen Statistikinstituts (INE) zufolge, die Daten bis 2024 auswertet, verzeichnete die andalusische Küstenmetropole in der letzten Dekade die zweitstärkste Preissteigerung unter den Provinzhauptstädten – ein Plus von 30 Prozent. Aktuelle Daten von Immobilienplattformen bestätigen den anhaltenden Preisdruck.

Die günstigsten Adressen für Mieter

Wer in Málaga eine bezahlbare Wohnung sucht, wird nach wie vor in den äußeren Stadtteilen fündig. Angeführt wird die Liste der günstigsten Viertel laut der Plattform Idealista (Stand April 2026) von Campanillas, wo der Quadratmeterpreis bei durchschnittlich 13,70 Euro liegt. Allerdings ist auch hier der Preisanstieg im Jahresvergleich mit 10,8 Prozent erheblich.

Dicht gefolgt wird Campanillas von Churriana und Ciudad Jardín, beide mit einem Quadratmeterpreis von 13,80 Euro. Bereits über der Marke von 14 Euro pro Quadratmeter liegen Stadtteile wie Teatinos (14,50 €), wo der Preis im April 2026 einen historischen Höchststand erreichte, sowie Puerto de la Torre und Cruz de Humilladero (je 14,90 €).

Spitzenreiter und überraschende Entwicklungen

Auf der anderen Seite der Preisskala befinden sich Viertel, in denen die Mieten die 20-Euro-Marke pro Quadratmeter deutlich überschreiten. Der mit Abstand teuerste Stadtteil ist Martiricos - La Roca mit einem Quadratmeterpreis von 22,00 Euro. Hier zeigt sich eine bemerkenswerte Entwicklung: Trotz der Spitzenposition ist der Preis im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent gesunken. Der historische Höchststand wurde hier bereits im September 2024 mit 26,50 Euro pro Quadratmeter erreicht – der höchste jemals in der Stadt erfasste Wert.

Die weiteren Plätze in der Liste der teuersten Viertel belegen:

  • Distrito Este (17,40 €/m²), mit einer Jahressteigerung von 7 Prozent.
  • Das Stadtzentrum (17,10 €/m²), wo der Wert im April 2026 den höchsten je gemessenen Stand erreichte.
  • Die Carretera de Cádiz (16,80 €/m²), die eine jährliche Steigerung von 8,7 Prozent verzeichnete.
  • Bailén-Miraflores (15,60 €/m²), wo die Mieten im beobachteten Zeitraum um über 15 Euro gestiegen sind.

Die Daten zeigen ein zweigeteiltes Bild: Während in den beliebten, zentralen Lagen die Preise weiterhin steigen oder auf sehr hohem Niveau verharren, gibt es in einigen Spitzenlagen wie Martiricos auch korrigierende Bewegungen. Für die Gesamtstadt gibt Idealista eine jährliche Preissteigerung von 5,8 Prozent bei einem Durchschnittspreis von 16,30 Euro pro Quadratmeter an.