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Málaga zeigt Moral, verliert aber erneut
Früher Rückstand nach Standard-Situationen
Für den Málaga CF endete die Partie in Sevilla erneut ohne Punkte. Das Team von Trainer Sergio Pellicer musste sich bei Real Betis mit 1:2 geschlagen geben und zeigte dabei ein bekanntes Muster: Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerte sich die Mannschaft nach der Pause erheblich, konnte den Rückstand aber nicht mehr vollständig aufholen.
Bereits in den ersten 15 Minuten hatte Betis mehrere Gelegenheiten, den Ball im Tor von Alfonso Herrero unterzubringen. Der Druck der Gastgeber war hoch, und Málaga versuchte, mit einer kompakten Defensive dagegenzuhalten. Die Umstellung auf eine Dreierkette, mit Rafita als zusätzlichem Innenverteidiger, schien zunächst aufzugehen.
Doch kurz vor der Pause machten sich zwei Standardsituationen bezahlt. In der 37. Minute brachte Isco einen Freistoß scharf in den Strafraum, wo Bartra völlig frei zum Kopfball kam und zur Führung traf. Nur neun Minuten später war es erneut eine ruhende Kugel, die zum Erfolg führte. Fornals staubte nach einer Hereingabe ab und erhöhte auf 2:0. Interessant: Der Torschütze verzichtete auf eine übermäßige Jubelgeste – ganz im Gegensatz zu Betis-Trainer Manuel Pellegrini.
Anschlusstreffer gibt Hoffnung
Wie bereits in der Vorwoche im Pokal in Alcázar zeigte sich der Málaga CF nach der Halbzeitpause wie verwandelt. Adrián Niño hatte bereits in der 46. Minute die erste große Chance, scheiterte jedoch. Die Einwechslungen von Chupe und Rafa brachten neuen Schwung ins Offensivspiel der Gäste.
In der 70. Minute war es dann Aznou, der mit einem Flankenlauf über links für Wirbel sorgte. Sein Hereingabe, die zunächst abgefälscht wurde, landete bei Niño, der aus kurzer Distanz zum 1:2 einnetzte. Für den jungen Stürmer war es bereits der nächste Treffer in dieser Saison, womit er weiter auf sich aufmerksam macht.
Schlussphase wird zum Flickenteppich
Nach dem Anschlusstreffer drängte Málaga auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der eigenen Ungenauigkeit. Der Rasen in La Cartuja spielte dabei nicht gerade in die Karten der Gäste, viele Pässe blieben in den tiefen Bahnen hängen. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Chupe per Kopf, doch Betis-Keeper Valles parierte stark.
Zusätzlich wurde die Partie in der Schlussphase durch die Linie des Schiedsrichters geprägt. Nachdem in der ersten Halbzeit einige Fouls der Betis-Abwehr ungeahndet geblieben waren, pfeif der Referee nun jede Kleinigkeit. Sogar eine Überprüfung eines Eckballs per VAR sorgte für eine längere Unterbrechung in der Nachspielzeit, die am Ende nicht angehängt wurde. Die Spieler von Málaga protestierten daraufhin heftig.
Blick nach vorn
Trotz der erneuten Niederlage will man in Málaga das Positive aus der Leistung nach der Pause mitnehmen. Die bevorstehenden Aufgaben dürften jedoch richtungsweisend sein: Mit Racing Santander, Osasuna, Athletic Bilbao und dem FC Sevilla warten in den kommenden Wochen Gegner, gegen die man punkten muss, um nicht den Anschluss zu verlieren.
Quelle: axarquiaplus.es