
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Mehr als 400 Migranten erreichen Kanarische Inseln
Dramatische Lage auf dem Seeweg
Die spanischen Rettungskräfte haben am Montag eine Serie von Bootsankünften auf den Kanarischen Inseln verzeichnet. Innerhalb weniger Stunden erreichten insgesamt sieben Schlauchboote und Kanus die Häfen von Lanzarote und El Hierro. Nach Angaben der staatlichen Seerettungsbehörde Salvamento Marítimo befanden sich mindestens 406 Menschen an Bord dieser Fahrzeuge.
Todesfälle auf der Überfahrt
Besonders gravierend ist die Lage auf der Insel Lanzarote, wo die Besatzung der Guardamar Urania ein Boot mit 132 Insassen in Empfang nahm. An Bord befanden sich zwei leblose Körper. Überlebende berichteten den Einsatzkräften zufolge, dass während der Überfahrt fünf weitere Personen gestorben und ihre Leichen über Bord geworfen worden seien. Die genauen Umstände dieser Todesfälle sind bislang nicht offiziell bestätigt.
Rettungseinsätze im Tagesverlauf
Die Einsatzkräfte waren am Montag mehrfach im Einsatz. Auf Lanzarote rettete die Salvamar Al Nair zunächst 35 Menschen aus einem ersten Boot und später 36 weitere aus einem zweiten. Ein weiteres Rettungsschiff, die Salvamar Acrux, brachte 59 Personen sicher an Land. Alle Ankömmlinge wurden im Hafen von Arrecife registriert und erstversorgt.
El Hierro: Mehrere Interceptionen
Auch vor der Insel El Hierro waren die Rettungskräfte aktiv. Die Salvamar Navia eskortierte ein Kanu mit 95 Migranten zum Hafen von La Restinga. Elf dieser Personen mussten anschließend medizinisch behandelt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem wurden zwei weitere Boote abgefangen: Eines mit 19 Menschen an Bord und ein weiteres mit 30 Insassen, das von der Salvamar Diphda gesichert wurde.
Die Behörden haben bislang keine offiziellen Angaben zu den Nationalitäten der Migranten gemacht. Die Route über den Atlantik gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten weltweit. Wie Salvamento Marítimo mitteilte, wurden alle Überlebenden nach ihrer Ankunft den zuständigen Polizei- und Hilfsorganisationen übergeben.
Quelle: europapress.es