Marlaska verteidigt Drogenkampf an der Küste Almerías

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Almería

Marlaska verteidigt Drogenkampf an der Küste Almerías

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Minister beruft sich auf Einsatzbilanz

Am Dienstag, dem 29. September 2026, ist die Sicherheitslage an der südspanischen Küste erneut Thema im Senat gewesen. Innenminister Fernando Grande-Marlaska wies dort die Kritik der Opposition an seiner Drogenbekämpfungsstrategie zurück. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press aus der Sitzung berichtet, verwies er auf rund 4.000 Polizeioperationen in der Provinz Almería in den vergangenen Jahren. Dabei seien 4.500 Personen wegen Drogenhandels festgenommen und 123 Tonnen Rauschgift beschlagnahmt worden.

Marlaska sprach von einem „effektiven Kontrollsystem“ an der Küste. Das Innenministerium setze auf spezialisierte Strategien und konkrete operative Pläne und verbessere zugleich die technische Ausstattung. Als Beispiel nannte er das Integrierte System zur Außengrenzüberwachung SIVE. Die Maßnahmen würden laufend an veränderte Risiken und Bedrohungslagen angepasst.

Weitere Beamte, offene Fragen

In der Debatte ging es auch um die personelle Ausstattung der Sicherheitskräfte. Nach Angaben des Ministers seien in Almería mehr als 300 zusätzliche Beamte eingesetzt worden. Die Lage von Guardia Civil und Policía Nacional habe sich im Vergleich zu 2018 grundlegend verbessert. Im Geltungsbereich des Sicherheitsplans gegen Drogenhandel in Andalusien arbeiteten Ende 2025 rund 5.000 Beamte mehr als 2017 – ein Anstieg um 23 Prozent. Zwischen 2011 und 2018 seien in Andalusien dagegen 1.530 Stellen verloren gegangen, 70 davon in Almería. In den Folgejahren seien in der Region 4.200 Einsatzkräfte dazugekommen.

Zudem führte Marlaska den Sonderplan Campo de Gibraltar an, der seit 2022 sechs andalusische Provinzen umfasst. Auch die Zahl der irregulären Migration ging laut seinen Angaben zurück: In Almería seien im laufenden Jahr 1.545 Ankünfte registriert worden, nach 2.295 im Vergleichszeitraum 2025.

Opposition spricht von wachsendem Druck

Die Senatorin Carmen Belén López Zapata vom Partido Popular widersprach der Darstellung des Ministers grundlegend. Sie sprach von einem „alarmierenden Anstieg“ des Drogenschmuggels in Almería. Bereits 2024 und 2025 habe ihre Fraktion vor dieser Entwicklung gewarnt; in diesem Jahr sehe die Generalstaatsanwaltschaft die Einschätzung bestätigt. Diese warne vor einer Verlagerung der sogenannten Narcolanchas an die Küste Almerías – „auf der Suche nach Orten mit geringerem Polizeidruck“.

Besonders scharf kritisierte López Zapata die materielle Ausstattung der Guardia Civil. Sie warf dem Minister vor, keine konkrete Zahl einsatzbereiter Patrouillenboote genannt zu haben. In der Provinz seien nur zwei Boote einsatzfähig. Zur Begründung verwies sie auf Vorfälle aus diesem Jahr: Sichtungen von Drogenschnellbooten vor Pulpí, Cabo de Gata und Níjar, eine Verfolgungsjagd, bei der das Boot „Río Jiloca“ von der Marine gerettet werden musste, sowie eine Kollision am 13. September vor Adra, bei der ein Patrouillenboot von einem Schmuggelfahrzeug gerammt worden sei.

Die Senatorin forderte, die Küstenüberwachung sowie die personellen und materiellen Mittel der Guardia Civil deutlich zu verstärken. Zudem müssten die operativen Einheiten OCON-Sur reaktiviert werden. „Almería bittet nicht um Privilegien, sondern um Schutz“, sagte sie. Falls die Beamten nicht mit denselben Mitteln ausgestattet würden wie die Drogenhändler, „schickt man sie in den Tod“.

Quelle: Europa Press


Quelle: europapress.es

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