
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Rote Regenwarnung: Almería ruft Notfallstufe aus
Starkregen in Andalusien: Behörden aktivieren Notfallplan
Die andalusische Regionalregierung hat am Samstagnachmittag wegen des roten Unwetteralarms in der Provinz Almería die Notfallstufe 1 des Hochwasserplans ausgerufen. Wie die Behörden mitteilten, fiel die Entscheidung um 15:14 Uhr, nachdem erste Überflutungen und Verkehrsbehinderungen gemeldet worden waren. Die Maßnahme ermöglicht eine koordinierte Mobilisierung aller Rettungskräfte und soll eine schnelle Reaktion auf die Weiterentwicklung der Lage sicherstellen.
Handy-Warnung an 40 Gemeinden verschickt
Die Regionalregierung hat über das Warnsystem ES-Alert eine direkte Benachrichtigung an alle Mobiltelefone in den betroffenen Gebieten geschickt. Insgesamt 40 Gemeinden in der Region Poniente sowie die Hauptstadt Almería erhielten die Warnung. Darunter befinden sich unter anderem Adra, Berja, Dalías, El Ejido, Roquetas de Mar, Vícar und Vicar. Die Nachricht wurde auf Spanisch und Englisch verschickt und enthält den Hinweis: „Alerta de Protección Civil. Aktiviert ist die rote Warnung wegen Regen. Bei dieser Situation: äußerste Vorsicht, vermeiden Sie unnötige Fahrten und konsultieren Sie die Ratschläge der Notrufnummer 112."
Regionalpräsident Juanma Moreno appellierte über den Kurznachrichtendienst X an die Bevölkerung: „Es gibt eine rote Warnung. Bitte überqueren Sie keine Flussbetten oder überflutete Zonen. Seien Sie vorsichtig und bleiben Sie wachsam."
Erste Einsätze und Überschwemmungen
Schon vor der offiziellen Warnstufenerhöhung hatte die Notrufzentrale 112 seit etwa 14:00 Uhr über 70 Anrufe aus El Ejido erhalten. Viele Anrufer berichteten von Personen, die in ihren Fahrzeugen auf überfluteten Straßen festsaßen. Auch in Pulpí trat ein Trockenbach über die Ufer; die örtliche Polizei sperrte daraufhin die Avenida Puerta del Litoral.
Weitere Vorfälle wurden aus Roquetas de Mar, Vícar, Viator und Huércal de Almería gemeldet. Die Verkehrsbehörde DGT meldete am Nachmittag drei gesperrte Straßenabschnitte in der Provinz: betroffen sind die Ausfahrten der Autobahn A-7 bei Santa María del Águila sowie eine Verbindungsstraße bei San Juan de los Terreros.
Der staatliche Wetterdienst Aemet hatte für das Gebiet Poniente und die Hauptstadt Almería die höchste Warnstufe Rot ausgerufen: Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr wurden bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde erwartet, besonders im Raum El Ejido. Für dieselbe Region gilt zudem eine orangefarbene Warnung vor bis zu 100 Litern in zwölf Stunden. Auch im Osten der Provinz und in der Gegend um Ronda in Málaga gelten orangefarbene Warnungen.
Die Behörden raten dringend, unnötige Fahrten zu vermeiden und niemals überflutete Straßen oder Bachläufe zu überqueren, selbst wenn diese nur wenig Wasser führen. Anwohner sollten bei eindringendem Wasser in höhere Stockwerke wechseln und Keller sowie Tiefgaragen meiden.
Trotz der widrigen Bedingungen ist die Lage nach Angaben der Behörden bislang unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft und beobachten die Entwicklung der Niederschläge weiter – die Warnungen gelten voraussichtlich bis in die Nacht.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, waren die Behörden bereits seit dem Vormittag in erhöhter Bereitschaft und hatten die Bevölkerung frühzeitig gewarnt.
Quelle: europapress.es