Marbella verstärkt den Schutz vor Waldbränden

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Marbella verstärkt den Schutz vor Waldbränden

von Redaktion

Neue Notfallpläne für sensible Wohngebiete

Die Stadtverwaltung von Marbella treibt ihre Vorbeugung gegen Waldbrände konsequent voran. Wie der kommunale Regierungssprecher Félix Romero bekannt gab, wurden jetzt zwei weitere spezifische Notfallpläne für Privatgrundstücke genehmigt. Sie betreffen die Wohngebiete „Las Cumbres de Elviria“ und „Sierra Blanca“, die beide in bewaldeten Hanglagen liegen.

„Gerade nach einem regenreichen Jahr rechnen wir in den heißen Sommermonaten mit viel potenziellem Brennmaterial in diesen stark bewaldeten Zonen“, erläuterte Romero. Die Pläne legen detailliert fest, welche Aufgaben die jeweiligen Verantwortlichen vor Ort im Ernstfall übernehmen müssen. Sie werden von der Umweltbehörde und der Feuerwehr geprüft und durch die Stadt koordiniert.

Mit diesen beiden Neuzugängen verfügt Marbella nun über insgesamt 167 solcher privaten Schutzpläne. Fünf weitere sollen noch vor Ende des Sommers folgen, wie die Lokalregierung mitteilte. Das Ziel sind dann 174 dokumentierte und abgestimmte Notfallkonzepte.

Langfristige Strategie mit Bürgerbeteiligung

Hinter dieser Maßnahme steht eine seit über sechs Jahren verfolgte Strategie. Sie fußt auf zwei Säulen: der geografischen Gegebenheit Marbellas mit seinen ausgedehnten Grünflächen und der aktiven Einbindung von Eigentümergemeinschaften in den Schutz dieser Räume.

„Zivilschutz geht uns alle an“, betonte Romero. Die Entwicklung der Pläne erfolge daher im gemeinsamen Einvernehmen mit den Wohnanlagen. Ergänzt wird diese Arbeit auf privaten Grundstücken durch den aktualisierten kommunalen Waldbrand-Notfallplan, den das Stadtparlament bereits im Mai 2025 einstimmig beschlossen hat. Dieser legt den Schwerpunkt auf präventive Maßnahmen und eine koordinierte Sofortreaktion, um Mensch und Natur besser zu schützen.

Weitere Beschlüsse: Verkehr und Bauprojekte

Neben dem Brandschutz befasste sich die Regierungssitzung auch mit anderen kommunalen Themen. So nahm die Stadt eine kostenlose Grundstücksübertragung an. Ein privates Unternehmen überlässt der Gemeinde ein rund 528 Quadratmeter großes Gelände in der Urbanisation Cortijo Blanco in San Pedro Alcántara.

Das Grundstück, wie der Regierungssprecher erläuterte, ist für eine öffentliche Verkehrsfläche an der Calle Álvarez Quintero vorgesehen. Der geplante Weg soll die Strandpromenade (Paseo Marítimo) mit dem südlichen Stadtgebiet verbinden und so die Verkehrsanbindung in diesem Bereich verbessern. Für die Stadt entstehen durch die Übertragung keine Kosten.

Zudem erteilte das Gremium Baugenehmigungen für 15 Wohneinheiten inklusive Schwimmbad. Die veranschlagten Baukosten für dieses Projekt belaufen sich auf knapp zehn Millionen Euro.