Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Marbella vergrößert ökologische Dünenreservate
Die Erweiterung eines Küstenschutzgebiets
Die ökologische Dünenreservat „Dunas de Marbella“ steht vor einer signifikanten Vergrößerung. Künftig werden zwölf statt bisher neun separate Dünensysteme unter Schutz gestellt, wie aus dem von der Vereinigung Produnas Marbella erstellten Technischen Plan hervorgeht. Die Gesamtfläche wächst dadurch von 20,99 auf 24,76 Hektaren.
Neue Schutzgebiete: Daten und Dimensionen
Die Erweiterung betrifft drei konkret benannte Dünenabschnitte: El Pinillo, Torre Real und Calahonda. Insgesamt fügen sie dem Reservat 3,77 Hektaren entlang einer Küstenlinie von 2,78 Kilometern hinzu.
- El Pinillo stellt mit 2,48 Hektaren und einer Länge von 1,43 Kilometern das größte der neuen Gebiete. Es wird nach der Aufnahme das drittgrößte Einzelsystem innerhalb des Reservats sein.
- Calahonda, an der Grenze zur Nachbargemeinde Mijas, umfasst 0,67 Hektaren auf 800,8 Metern Länge.
- Torre Real bringt weitere 0,61 Hektaren auf einer Strecke von 548,5 Metern ein.
Die offizielle Ausweisung steht nun nur noch aus, nachdem der Gemeinderat bereits zugestimmt hat. Die finale Genehmigung durch die andalusische Regionalregierung, konkret die „Consejería de Sostenibilidad y Medio Ambiente“, wird erwartet.
Ziel: Langfristiger Schutz und ökologische Vernetzung
Laut dem Technischen Plan, der der Regionalregierung vorliegt, diene die Maßnahme dem Schutz von Küstenbereichen mit „hohem ökologischem, geomorphologischem und landschaftlichem Wert“. Die Erweiterung soll nicht nur die Fläche vergrößern, sondern auch die Biodiversität sichern, die ökologische Durchgängigkeit der Küste verbessern und die Erholung seltener Dünensysteme fördern.
Durch die Integration in das bestehende Schutzregime können einheitliche Kriterien für Schutz, Wiederherstellung, Umweltmonitoring sowie Bürgerbildung angewendet werden. Der Plan betont, dass rechtmäßig bestehende Konzessionen oder Einrichtungen nicht angetastet werden sollen. Künftige Nutzungen müssten jedoch mit dem Schutz der Dünen, der biologischen Vielfalt und den geltenden Vorschriften vereinbar sein.
Kontext und bestehende Gebiete
Das Dünenreservat wurde im September 2015 auf Grundlage des andalusischen Gesetzes zum Schutz wildlebender Flora und Fauna eingerichtet. Auffallend ist, dass das mit 19,27 Hektaren bei weitem größte Einzelgebiet, die Düne von Artola, nicht Teil dieses Reservats ist. Sie war bereits 2003, zwölf Jahre zuvor, als Naturdenkmal klassifiziert worden.
Das derzeit größte Gebiet innerhalb des Reservats ist Real de Zaragoza mit 12,33 Hektaren. Dieses steht kurz vor Beginn eines Regenerationsprojekts, das im Rahmen einer Luxus-Urbanisierung durch den Investmentfonds Platinum States durchgeführt werden soll, wie das „Diario Sur“ berichtet. Dieses Projekt umfasst ein Fünf-Sterne-Hotel und 170 sogenannte „Branded Residences“.
Quelle: Dokumente der Stadtverwaltung Marbella und der Vereinigung Produnas Marbella, sowie Berichte des „Diario Sur“.
Quelle: diariosur.es