Hotelbrand in Malaga: Ermittler betreten die Gefahrenzone

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Hotelbrand in Malaga: Ermittler betreten die Gefahrenzone

von Clara Weber

Noch immer aktive Glutnester

Seit dem 25. Mai brennt es im Hotel Ibis im Zentrum von Malaga. Jetzt, 17 Tage nach Ausbruch des Feuers, konnten erstmals Ermittler der Policia Científica und Techniker des Eigentümers das schwer beschädigte Gebäude betreten. Wie das Real Cuerpo de Bomberos de Málaga dieser Redaktion bestätigte, erfolgte der Zugang nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, da der Brand noch immer nicht vollständig erloschen ist.

Eine Feuerwehreinheit bleibt rund um die Uhr vor Ort, um die sogenannten “Refresco”-Aufgaben, das Kühlen und Überwachen, zu gewährleisten. “Wir priorisieren die Sicherheit der Personen vor der vollständigen Löschung des Brandes”, erklärt Suboficial Ernesto Ballesteros gegenüber unserer Zeitung.

Komplexe Herausforderung für die Feuerwehr

Die vollständige Brandbekämpfung gestaltet sich äußerst schwierig. Laut Ballesteros ist die Bauweise des Gebäudes mit einem hölzernen Deckengefüge und vielen Hohlräumen für die Einsatzkräfte besonders komplex und gefährlich. Dadurch konnten bestimmte Brandherde bislang nicht vollständig erreicht werden. Die Feuerwehr greift daher vorrangig von außen ein und setzt große Wassermengen ein – bis zu 5.000 Liter pro Minute.

Die Aufnahmen der Überwachungskameras in der Umgebung deuten darauf hin, dass das Feuer im Erdgeschoss des Gebäudes im Lokal “Le Grand Café” begann. Die genaue Ursachenermittlung liegt nun in den Händen der nationalen Polizei.

Nächste Schritte: Abriss und Ursachenforschung

Nach einer ersten visuellen Inspektion durch die städtische Bauaufsicht laufen die Vorbereitungen für zwei parallele Maßnahmen: Die Sicherung der Struktur und die Bergung von Probenmaterial für die Untersuchung. Gleichzeitig erwarten die Behörden, dass der Eigentümer mit einer teilweisen Demontage oder einem Abriss beginnen wird.

“Dies würde auch den Zugang zum Brandherd erleichtern und das endgültige Löschen ermöglichen”, so Ballesteros. Der Schaden im Hotel ist enorm: Alle Zimmer sind durch Rauch, Hitze oder Flammen beschädigt. Mehr als hundert Gäste mussten in der Nacht zum 25. Mai evakuiert und in anderen Hotels untergebracht werden.

Die anhaltend hohen Temperaturen zu Sommerbeginn haben die Löscharbeiten zusätzlich erschwert, sodass sich das Feuer an mehreren Tagen neu entfachte. Wann die endgültige Brandursache feststeht und wie es mit dem Gebäude weitergeht, bleibt abzuwarten.


Quelle: malagahoy.es

Mehr aus Málaga & Andalusien