Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Gasleck in illegalem Ferienapartment in Palma
Vier Schwerverletzte nach frühmorgendlichem Gasunfall
In den frühen Morgenstunden eines Sonntags kam es in einem Wohngebäude in der palmesischen Straße Calle Pisa zu einem folgenschweren Gasleck. Laut dem Rettungsdienst SAMU 061 wurden dabei insgesamt 13 Personen verletzt, vier von ihnen schwer. Bei den Schwerverletzten handelt es sich um eine 34-jährige Frau sowie drei Männer im Alter von 23 und 33 Jahren. Sie wurden in das Universitätskrankenhaus Son Espases eingeliefert. Neun weitere, leicht verletzte Personen konnten vor Ort versorgt werden.
Die Einsatzkräfte wurden gegen 6.00 Uhr morgens alarmiert. Bei ihrer Ankunfft fanden sie drei bewusstlose Personen vor. Neben mehreren Rettungswagen waren auch Polizei und Feuerwehr im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Ermittlungen zu illegalem Tourismusgeschäft
Die Ursache des Vorfalls wird nun von der Nationalpolizei und der Feuerwehr von Palma untersucht. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, deutet vieles darauf hin, dass die Wohnung für illegale Ferienvermietungen genutzt wurde. Aussagen von Nachbarn stützen diese Vermutung.
Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Probleme, die mit der oft unkontrollierten Ferienapartment-Vermietung in touristischen Hotspots wie Palma einhergehen können. Sicherheitsstandards in nicht regulierten Unterkünften sind häufig unklar oder werden umgangen.
Aktuelle Debatte um Regulierung
Der Unfall ereignet sich in einer Zeit, in der auf den Balearen und in ganz Spanien die Diskussion über die Regulierung des Tourismussektors und die Eindämmung illegaler Ferienwohnungen intensiv geführt wird. Kommunen versuchen, gegen den wachsenden Markt nicht angemeldeter Unterkünfte vorzugehen, der nicht nur den Wohnungsmarkt belastet, sondern auch Sicherheitsrisiken birgt.
Die genaue Ursache des Gaslecks und die Verantwortlichkeiten müssen nun im Zuge der polizeilichen Ermittlungen geklärt werden.
Quelle: europapress.es