Festival Peralada feiert 40 Jahre mit Bayreuth und neuer Schöpfung

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Barcelona

Festival Peralada feiert 40 Jahre mit Bayreuth und neuer Schöpfung

von Redaktion

Vier Jahrzehnte zwischen Tradition und Avantgarde

Vom 17. Juli bis zum 9. August 2025 feiert das Festival Peralada im Nordosten Kataloniens sein 40-jähriges Bestehen. Das Programm, das an verschiedenen Orten innerhalb der Anlage des Castell de Peralada stattfindet, verbindet laut einer Präsentation des künstlerischen Leiters Oriol Aguilà in Barcelona die Rückbesinnung auf vier Jahrzehnte Musik-, Tanz- und Operngeschichte mit einem klaren Bekenntnis zur zeitgenössischen Schöpfung. "Ein Festival ist ein Ritual, ein kollektiver Akt", so Aguilà. Die Jubiläumsedition solle durch die gemeinsame Feier weiterer künstlerischer Jahrestage geprägt sein.

Höhepunkte des Jubiläumsprogramms

Die Eröffnung bildet am 17. Juli ein Recital der Sopranistin Ermonela Jaho und des Tenors Benjamin Bernheim. Einen Tag später folgt mit "40 anys en camí" eine speziell für das Jubiläum konzipierte szenisch-gastronomische Produktion. Ein besonderer Gast ist die Orquesta del Festival de Bayreuth, die am 20. Juli im Palau de la Música Catalana in Barcelona unter der Leitung von Pablo Heras-Casado Ausschnitte aus Wagners "Ring des Nibelungen" präsentiert. Dieses Sonderkonzert außerhalb des eigentlichen Festivalgeländes stellt einen der programmatischen Höhepunkte dar.

Weitere markante Daten sind der 25. Juli, an dem der Bassbariton Bryn Terfel nach 39 Jahren Abwesenheit zurückkehrt, und der 29./30. Juli, an dem Sílvia Pérez Cruz ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert. Das Festival würdigt zudem die gerade 100 Jahre alt gewordene Organistin Montserrat Torrent mit einem Konzert, das zwei für sie komponierte Uraufführungen von Bernat Vivancos und Raquel García-Tomás beinhaltet.

Fokus auf zeitgenössische Kreation

Neben den Jubiläen setzt das Programm einen deutlichen Akzent auf neue Werke. Dazu gehört die Uraufführung des Liedzyklus "Diario di una madre" von Alberto García Demestres am 26. Juli, vertont nach Texten von Cristina Pavarotti. Auch das Trio Fortuny begeht sein zehnjähriges Bestehen am 5. August mit der Uraufführung von "Ronde" des Komponisten Francesc Prat. Ein weiteres Novum ist die "Opera de butxaca" (Taschenoper) "Estètica i massacre" von Carles Prat, die am 25. Juli gezeigt wird.

Blick in die Zukunft der Spielstätte

Bei der Programmvorstellung verwies Julia Reger Suqué, Vertreterin der Veranstalterfamilie Suqué-Mateu, auf die Bedeutung, aus der Geschichte für die Zukunft zu lernen. Sie bekräftigte den Wunsch, das Festival wieder in die Gartenanlagen zurückzuholen, wo es einst begann. Aguilà bestätigte diese Absicht als "gute Nachricht" und verwies auf ein in Entwicklung befindliches, alternatives Projekt zum bisher geplanten Auditorium, über dessen endgültige Ausgestaltung die Familie zu gegebener Zeit informieren werde.

Der Festivalabschluss ist am 9. August einem gemeinsamen Konzert des Gambisten Jordi Savall und der Sopranistin Núria Rial mit Les Musiciennes du Concert des Nations vorbehalten.

Quelle: Programmankündigung des Festival Peralada, Pressekonferenz vom 29. April 2024.