Estepona schließt Haushalt mit Rekordüberschuss ab

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Estepona

Estepona schließt Haushalt mit Rekordüberschuss ab

von Redaktion

Schuldenfreiheit und volle Kassen in andalusischer Gemeinde

Der Gemeinderat von Estepona hat in seiner jüngsten Sitzung die Bilanz für das Jahr 2025 vorgelegt – mit bemerkenswerten Zahlen. Demnach schloss die Stadtkasse mit einem Überschuss von 40,29 Millionen Euro ab. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, belief sich der Kontostand zum Jahresende sogar auf über 90 Millionen Euro.

Ein entscheidender Schritt war die vorzeitige Tilgung einer Altlast: Noch im vergangenen Jahr wurden 25,37 Millionen Euro gezahlt, um eine ererbte Schuld vollständig zu begleichen. Damit steht Estepona, wie in der Sitzung bekannt gegeben wurde, seit dem 31. Dezember 2025 bei den sogenannten “Schulden bei Kreditinstituten” bei null.

Konsequenzen für Bürger und Investitionen

Diese solide finanzielle Basis hat direkte Auswirkungen auf die Einwohner. Die vollständige Entschuldung ermöglichte es der Kommune, die Grundsteuer (IBI) zu senken. Laut städtischen Angaben profitieren die Bürger inzwischen von einer kumulierten Reduzierung dieser Abgabe um 50 Prozent.

Die positive Haushaltslage bildet zudem das Fundament für laufende und neue Bauvorhaben. So werden rund 14 Millionen Euro in Projekte wie den zentralen Boulevard-Park, die Neugestaltung der Außenbezirke Retamar und Llanos de Guadalmansa, Asphaltsanierungen, die Verbesserung öffentlicher Parks und die Erweiterung von Tiefgaragen fließen. Ein eigenständiger Investitionsplan für das laufende Jahr sieht weitere 27,7 Millionen Euro vor, unter anderem für Parkplätze in der Nähe der Iglesia del Carmen.

Dennoch sieht sich die Stadt mit einer Einschränkung konfrontiert: Trotz der hohen Liquidität darf sie die Gelder nicht frei verwenden. Dies ist eine Vorgabe der Zentralregierung, gegen die sich der spanische Städte- und Gemeindeband (FEMP) wehrt, um Kommunen mehr Spielraum für lokale Bedürfnisse und Dienstleistungen zu geben.

Schnelle Zahlungen und neue Sicherheitsvorkehrungen

Ein weiterer Indikator für die gesunde Verwaltung ist die Zahlungsmoral. Das durchschnittliche Zahlungsziel an Lieferanten liegt nach dem letzten Schatzamtsbericht bei nur 16 Tagen. Damit gehört Estepona zu den schnellstzahlenden Kommunen Spaniens.

Neben den Finanzthemen befasste sich der Gemeinderat auch mit der Sicherheit der Bürger. Er beschloss eine Aktualisierung des örtlichen Notfallplans für Waldbrände (PLEIF). Dieser organisatorische und technische Plan, den alle Gemeinden in Risikogebieten vorhalten müssen, legt Verfahren und Ressourcen für Prävention und Brandbekämpfung fest. Die jährliche Überarbeitung stellt sicher, dass Sicherheitskräfte stets über ein aktuelles Verzeichnis der verfügbaren personellen und materiellen Mittel sowie detaillierte geografische Daten verfügen.

In einer weiteren Entscheidung wurde ein öffentlicher Platz in der Stadt zu Ehren des Konsularkorps von Málaga benannt, um dessen Arbeit für ausländische Bürger anzuerkennen.

Quelle: Angaben des Ayuntamiento de Estepona.

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