
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Erneute Ankunft: 78 Menschen erreichen Lanzarote
Zweiter Schlauchboot-Einsatz vor Lanzarote
Die spanische Küstenwache hat erneut ein überfülltes Schlauchboot mit Migranten an Bord auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln gestoppt. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, wurden bei dem Einsatz 78 Menschen aus Subsahara-Afrika an Bord genommen.
Unter den Geretteten befinden sich laut offiziellen Angaben 64 Männer, zwölf Frauen und zwei Minderjährige. Die Besatzung des Rettungsschiffs "Salvamar Al Nair" hatte das Boot etwa 144 Kilometer nordöstlich von Lanzarote ausgemacht, wie die Einsatzzentrale in Las Palmas bestätigte.
Ankunft im Hafen von Arrecife erwartet
Die Geretteten wurden an Bord genommen und sollen noch im Laufe des Nachmittags im Hafen von Arrecife erwartet werden. Die Behörden gehen davon aus, dass das Schiff dort gegen 18:00 Uhr Ortszeit anlegen wird. Damit war es bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Stunden auf der Insel.
Zweiter Einsatz innerhalb weniger Stunden
Erst in der Nacht hatte die Küstenwache ein weiteres Schlauchboot abgefangen, das rund 107 Kilometer vor der Küste trieb und bereits Wasser eindringen ließ. Bei diesem Einsatz wurden 125 Menschen gerettet, darunter 99 Männer, vier Frauen und 22 Minderjährige. Die Zahl der Ankünfte auf den Kanarischen Inseln bleibt damit auf einem hohen Niveau – die Route über den Atlantik gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten weltweit.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, nimmt die Frequenz der Abfahrten von der nordafrikanischen Küste in den letzten Wochen wieder zu, was die Rettungskräfte vor Ort vor große Herausforderungen stellt. Die Behörden verstärkten daraufhin ihre Kontrollen und Rettungsmissionen in den Gewässern um die Inselgruppe.
Quelle: europapress.es