Die teuerste Straße Spaniens

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Palma de Mallorca

Die teuerste Straße Spaniens

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Während in Spaniens Städten Tausende Menschen um bezahlbaren Wohnraum kämpfen, gibt es Ecken, in denen der Quadratmeterpreis so hoch ist, dass man für ein durchschnittliches Apartment in Madrid gleich mehrere Villen in der Provinz bekommt. Eine aktuelle Studie des Immobilienportals idealista zeigt: Die exklusivste Straße zum Wohnungskauf liegt auf Mallorca – und sie kostet ein Vermögen, das für die meisten unerreichbar bleibt.

Mallorca führt das Ranking an

Der Camino del Salinar in Andratx, einer Gemeinde im Südwesten der Insel, ist der teuerste Wohnort Spaniens. Dort verlangen Verkäufer im Durchschnitt 15 Millionen Euro pro Objekt. Das ist kein Einzelfall: Auf Platz zwei folgt der Paseo de los Lagos in der Madrider Luxus-Urbanisation La Finca in Pozuelo de Alarcón – hier liegen die Preise bei durchschnittlich 11 Millionen Euro. Dahinter rangiert die gesamte Urbanisation Coto Zagaleta in Benahavís (Málaga) mit 10,5 Millionen Euro.

Palma und Madrid dominieren die Spitzenplätze

Doch nicht nur Mallorca und Madrid sind teuer: Mit der Calle Mossa in Palma (9,8 Millionen) und der Calle Binicaubell (7,9 Millionen) belegt die Balearen-Hauptstadt gleich zwei weitere Plätze in den Top 6. Auch die Madrider Nobelgegend La Moraleja ist mit dem Paseo del Conde de los Gaitanes bei 8,9 Millionen vertreten. Die Liste zeigt: Die Kluft zwischen Wohnungslosen und Superreichen wird in Spanien immer größer – während viele Städter um eine bezahlbare Miete bangen, spekulieren Investoren mit Millionenobjekten in privilegierten Lagen.

Luxus als Indikator für Ungleichheit

Natürlich gibt es Gegenstimmen, die darauf verweisen, dass Luxusimmobilien Arbeitsplätze schaffen und Steuereinnahmen bringen. Doch wer genau hinsieht, erkennt: Diese Strategie verschärft die Wohnungsnot. Wenn eine Straße den Preis von 15 Millionen erzielt, steigt der Bodenpreis in der gesamten Umgebung – und normale Bürger werden an den Rand gedrängt. Statt auf Luxus zu setzen, braucht Spanien endlich soziale Wohnpolitik, die den Menschen vor Ort dient.

Wie idealista in seiner Studie berichtet, sind diese Zahlen keine Momentaufnahme, sondern ein Indikator für einen Markt, der längst aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Politik ist gefordert, gegenzusteuern.


Quelle: europapress.es

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