2,5 Millionen für Mallorcas Mühlen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Palma de Mallorca

2,5 Millionen für Mallorcas Mühlen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Förderprogramm für 35 Mühlen

Der Inselrat von Mallorca stellt umfangreiche Mittel bereit, um das historische Mühlenerbe der Insel zu bewahren. Wie die Behörde mitteilt, fließen 2,5 Millionen Euro in die Restaurierung von 35 Mühlen, die sich über 19 Gemeinden verteilen. Das Fördergeld stammt aus dem Fonds für nachhaltigen Tourismus und wird in den Jahren 2026 und 2027 ausgezahlt.

Die ausgewählten Projekte umfassen 22 Mühlen zur Wassergewinnung, zwölf Getreidemühlen sowie eine Wassermühle. Die öffentliche Förderung deckt 75 Prozent der jeweiligen Projektkosten ab, während die Eigentümer für das verbleibende Viertel aufkommen. Zusammen mit den privaten Zuschüssen von rund 838.000 Euro ergibt sich ein Gesamtvolumen von etwa 3,35 Millionen Euro.

Verteilung der Mittel

Die Begünstigten setzen sich aus verschiedenen Gruppen zusammen: 25 Projekte stammen von Privatpersonen und privaten Einrichtungen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro, fünf von Unternehmen mit 365.901 Euro und fünf von Gemeinden mit 324.951 Euro. Bei den geförderten Objekten handelt es sich unter anderem um die Wassermühle von Cala Banyalbufar, die Mühle d'en Soler in Puigpunyent, die Mühle d'en Suau in Llubí sowie die Mühlen Can Seda in Lloseta und dels Germans in Son Servera.

Die Arbeiten umfassen sowohl die Wiederherstellung der architektonischen Substanz als auch der historischen Maschinerie. Dabei müssen die Projekte den Auflagen zum Denkmalschutz entsprechen und traditionelle Materialien sowie Handwerkstechniken verwenden.

Symbolträchtiger Besuch vor Ort

Bei einem Ortstermin in der Privatmühle Can Moreu, deren Sanierung mit 150.000 Euro bezuschusst wird, betonte Inselratspräsident Llorenç Galmés die kulturelle Bedeutung der Bauwerke. Die Mühlen seien Teil der Identität und der Landschaft, die man an künftige Generationen weitergeben wolle. Kulturrätin Antònia Roca nannte das Programm eine der bedeutendsten Investitionen in den Erhalt des Mühlenerbes seit langem.

Tourismusminister Jaume Bauzá von der Regionalregierung unterstrich den Zweck der Tourismusabgabe. Die Verwendung der Mittel zeige, dass die Steuer direkt der Gesellschaft zugutekomme. Die Restaurierungsprojekte seien ein Beispiel für Zusammenarbeit zwischen Institutionen und privaten Eigentümern und stünden für ein nachhaltiges Tourismusmodell. Damit werde den Bürgern der Zugang zu diesem Kulturerbe ermöglicht.


Quelle: europapress.es

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