Andalusien-Wahl 2026: Malaga bleibt blau

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Andalusien-Wahl 2026: Malaga bleibt blau

von Clara Weber

Hohe Teilnahme, klare Tendenz

Am 17. Mai 2026 entschieden die Bürger der Provinz Malaga über die Zusammensetzung des Andalusischen Parlaments und wählten 17 Abgeordnete. Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber der letzten Wahl deutlich an und lag bei 64,84 Prozent, was einem Plus von fast 9 Punkten entspricht. Wie die Auswertung der Daten von "Malaga Hoy" zeigt, hat sich die politische Landschaft der Provinz konsolidiert, jedoch nicht ohne interessante lokale Variationen.

Volkspartei dominiert die Gemeinden

Bei einem nahezu vollständig ausgezählten Ergebnis hat die Volkspartei (PP) 9 der 17 Mandate aus Malaga gewonnen. Die Sozialisten (PSOE) folgen mit 4 Sitzen, während Vox 2, Adelante Andalucía 1 und Por Andalucía ebenfalls einen Sitz errangen. Auf kommunaler Ebene setzte sich der PP in 89 der 103 Gemeinden durch. Der PSOE konnte nur in etwa einem Dutzend Orten die meisten Stimmen erhalten. Eine besondere Ausnahme bildete Teba, wo Por Andalucía als stärkste Kraft vorne lag.

Lokale Ergebnisse zeigen unterschiedliche Profile

Die detaillierten Ergebnisse für jede Gemeinde offenbaren ein komplexes Bild hinter der generellen PP-Dominanz. In größeren Städten und Gemeinden wie Alhaurín de la Torre, Antequera oder Benalmádena sicherte sich der PP mit oft über 45 Prozent der Stimmen einen deutlichen Vorsprung. In vielen kleineren Orten jedoch ist die Konkurrenz stärker und die Ergebnisse fragmentierter.

So konnte der PSOE in Gemeinden wie Alameda, Alfarnate oder Almáchar die relative Mehrheit erringen, oft mit knappen Vorsprüngen gegenüber dem PP. Besonders in Almáchar war Por Andalucía mit 23,78 Prozent sogar zweitstärkste Kraft. In Arenas führte ebenfalls Por Andalucía die Liste an. Diese Ergebnisse zeigen, dass die traditionelle linke Wählerschaft in bestimmten, oft kleineren Gemeinden weiterhin aktiv ist.

Rechtspopulisten gewinnen an Boden

Die Ergebnisse für Vox zeigen eine konsistente Stärke in der gesamten Provinz. In zahlreichen Gemeinden, wie Alhaurín el Grande, Algarrobo oder Coín, erreichte die Partei Ergebnisse zwischen 15 und über 20 Prozent und landete häufig auf dem zweiten oder dritten Platz. Dies unterstreicht ihre feste Verankerung im politischen Spektrum der Region. Adelante Andalucía und Por Andalucía spielen vor allem in bestimmten Nischengemeinden eine Rolle, wie die Daten aus Arriate oder Carratraca belegen.

Die Wahl in Malaga 2026 hat somit die bereits bekannte Tendenz verstärkt: Die Provinz ist eine starke Bastion der Volkspartei. Die detaillierte Analyse der Gemeinderesults zeigt jedoch, dass das politische Leben in den 103 Kommunen vielfältiger ist, als die landesweite Statistik vermuten lässt.


Quelle: malagahoy.es