
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Waldbrandrisiko: Keine Raketen beim Dorffest
Sicherheit hat Vorrang: Alcaucín verzichtet auf Raketen
Die Gemeinde Alcaucín in der Axarquía reagiert auf die kritische Waldbrandlage und setzt in diesem Jahr ein deutliches Zeichen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird der traditionelle Raketenstart während der örtlichen Festlichkeiten komplett gestrichen. Der Grund dafür ist die akute Gefahr von Buschfeuern, die durch die anhaltende Hitze und die Trockenheit weiter zunimmt.
Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn die Feuerwerkskörper gehören seit jeher zum Brauchtum des Ortes. Dennoch machen die Verantwortlichen klar: Der Schutz der Natur und die Sicherheit von Anwohnern und Gästen haben oberste Priorität. Man wolle kein unnötiges Risiko eingehen, heißt es aus dem Rathaus.
Kein komplettes Verbot: Ausnahmen bleiben möglich
Ganz auf Pyrotechnik verzichten muss die Gemeinde allerdings nicht. Wie weiter erklärt wird, dürfen jene Schaustellungen mit Feuerwerk stattfinden, die technisch und von ihrem Standort her als unbedenklich gelten. Voraussetzung dafür sind die entsprechenden behördlichen Genehmigungen sowie die Zusicherung, dass weder Menschen noch die Umgebung gefährdet werden.
Die Behörden appellieren zugleich an die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Auch wenn die Feria gefeiert werde, solle jeder Einzelne umsichtig handeln.
Tradition muss weichen – aber nicht die Festfreude
Dass ausgerechnet die Raketen, die für viele zu einem stimmungsvollen Fest dazugehören, ausfallen, bedauern einige sicherlich. Die Stadtverwaltung zeigt dafür Verständnis, stellt aber klar: Kein Brauch sei es wert, einen Flächenbrand auszulösen. Man hoffe auf Verständnis und darauf, dass das Fest auch ohne lautes Knallen gebührend gefeiert wird.
Quelle: axarquiaplus.es