
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Torrox investiert 3,9 Millionen in die Zukunft
Die Stadtverwaltung von Torrox schickt ein umfangreiches Investitionsprogramm ins Rennen. Bürgermeister Óscar Medina und die Finanzstadträtin Paula Moreno präsentierten einen Plan mit einem Volumen von insgesamt 3,9 Millionen Euro, der nach einer geänderten Haushaltslage möglich wurde. Hintergrund ist eine geplante, aber nun verzögerte Gerichtsneubau. Wie das Rathaus mitteilte, sollen die Gelder nun direkt den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.
Vom Gerichtsbau zu Spielplätzen: Wie es zur Neuverteilung kam
Ursprünglich waren die 3,9 Millionen Euro für den Bau eines neuen Gerichtsgebäudes eingeplant, ein Projekt, das gemeinsam mit der andalusischen Regionalregierung vereinbart war. Doch die Kostenschätzungen für dieses Vorhaben sind laut Angaben des Rathauses deutlich gestiegen – von ursprünglich 3,9 auf nun 6,9 Millionen Euro. Diese neue wirtschaftliche Realität macht eine Neuverhandlung des Abkommens mit der Regionalregierung notwendig, ein Prozess, der sich voraussichtlich über das laufende Haushaltsjahr hinausziehen wird.
„Angesichts der neuen administrativen Fristen, die die Neuverhandlung des Gerichtsvertrags erfordert, hat dieses Regierungsteam verantwortungsvoll entschieden, diese 3,9 Millionen Euro sofort auf die Straße zu bringen, um die gesamte Gemeinde zu verbessern“, erklärte Bürgermeister Medina. Sein Credo: „Meine Priorität ist, dass jeder Euro der Torroxeños von der ersten Minute an nützlich ist.“
Fünf Schwerpunkte für eine lebenswertere Gemeinde
Die Neuverteilung der Mittel folgt einem strukturierten Plan, den die Finanz- und Infrastrukturdirektorin Paula Moreno in fünf konkrete Blöcke gegliedert hat. An erster Stelle stehen Mobilität, Verkehrssicherheit und Nachbarschaftszusammenhalt. Hier fließt der Löwenanteil von einer Million Euro in ein kommunales Asphaltierungsprogramm. Weitere 200.000 Euro sind für die Pflasterung ländlicher Wege und eine verbesserte Verkehrszeichenausstattung vorgesehen.
Der zweite Block widmet sich öffentlichen Räumen, Identität und Lebensqualität. Mit einem Budget von 500.000 Euro sollen vor allem neue und modernisierte Spielplätze entstehen, die „Durchgangsorte zu gesunden Treffpunkten für Familien und Senioren“ verwandeln, so Moreno. Ein besonderes Projekt ist die Renovierung der Plaza de la Iglesia in El Morche für 100.000 Euro.
Sport und Jugend bilden den dritten Schwerpunkt. Über 466.000 Euro sind für die Abrechnung der ersten Bauphase des Sport- und Freizeitkomplexes Santa Rosa reserviert. Rund 40.000 Euro sollen für die Instandsetzung der Sportplätze in Venta Espinosa verwendet werden. Zudem ist geplant, die Sportanlagen der Mare-Nostrum-Schule für die Öffentlichkeit zu öffnen und zu verbessern.
Modernisierung und Ausrüstung für den täglichen Betrieb
Der vierte Block zielt auf die Modernisierung öffentlicher Dienstleistungen und Energieeffizienz. Bis zu 250.000 Euro werden beispielsweise in den Austausch von Straßenlaternen gegen LED-Technik und die Digitalisierung der Lokalverwaltung investiert. Für den Austausch eines Aufzugs und die Installation einer neuen Brandschutzanlage in den Parkhäusern von El Pontil sind rund 106.000 Euro eingeplant. Auch die audiovisuelle Infrastruktur im Ratssaal und im Veranstaltungssaal an der Küste wird mit 60.000 Euro aufgewertet.
Abschließend soll der fünfte Block Sicherheit und tägliche Betriebsfähigkeit der kommunalen Dienste gewährleisten. „Wir statten unsere Mitarbeiter mit modernen und effektiven Werkzeugen aus“, betonte Moreno. Hervorzuheben ist die Anschaffung eines Teleskopgelenkmasts und eines Kranwagens für die Betriebsdienste im Wert von 165.000 Euro. Auch neue Fahrzeuge für verschiedene Bereiche, Leichentransporter für die Friedhöfe und weitere Klimaanlagen in kommunalen Gebäuden sind Teil des Pakets.
Der modifizierte Investitionsplan soll nun in den entsprechenden Haushaltsausschüssen beraten und in der Ratssitzung im Juni zur Abstimmung gestellt werden. Die Rathausspitze betonte, dass mit den Arbeiten praktisch sofort begonnen werden könne, sobald der Beschluss gefasst ist.
Quelle: Rathaus Torrox/Axarquía Plus
Quelle: axarquiaplus.es