SPD fordert mehr Schutz vor Wespenplage

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

SPD fordert mehr Schutz vor Wespenplage

von Redaktion2 Min. Lesezeit

SPD kritisiert Untätigkeit der Stadtverwaltung

Die zunehmende Wespenpopulation im Málagaer Stadtteil Guadalmar sorgt für politischen Zündstoff. Die Sozialistische Fraktion im Stadtrat wirft der konservativen Stadtregierung unter Bürgermeister Francisco de la Torre vor, das Problem zu ignorieren und zu wenig für die Sicherheit der Anwohner zu tun. Neben den direkten Anwohnern seien vor allem die Kinder der Grundschule CEIP Julio Caro Baroja von der Plage betroffen.

Die sozialistische Stadträtin Begoña Medina machte ihrem Unmut Luft und kritisierte die ausbleibenden Reaktionen des zuständigen Bezirksamt. "Die Behörden dürfen nicht tatenlos zusehen, bis sich die Lage weiter zuspitzt. Wir brauchen jetzt ein klares Konzept, um die Nester zu lokalisieren und die Ausbreitung zu stoppen", forderte Medina. Eine reine Kenntnisnahme des Problems sei zu wenig. Sie stellte die provokante Frage, wie viele Stichvorfälle noch passieren müssten, bevor der Bürgermeister endlich handle.

Prävention statt Aktionismus

Die Sozialpolitikerin kritisierte die mangelnde Voraussicht der Verwaltung. Ein einmaliges Eingreifen reiche nicht aus, um das Problem nachhaltig zu lösen. "Es braucht einen monatlichen Rhythmus an Kontrollen und Wartungsarbeiten. Nur so lassen sich neue Nester frühzeitig entdecken und die ergriffenen Maßnahmen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüfen", so Medina weiter.

Ihr Parteikollege Salvador Trujillo, zuständig für den Bezirk Churriana, schilderte die angespannte Lage der Anwohner. Was früher eine punktuelle Unannehmlichkeit war, sei längst zu einer ernsthaften Belastung für die gesamte Nachbarschaft geworden. Besonders besorgniserregend sei die Situation an der örtlichen Schule. Mehrere Kinder hätten bereits schmerzhafte Erfahrungen mit den Insekten gemacht. "Die Eltern machen sich große Sorgen, dass ihre Kinder nicht einmal mehr in Ruhe ihr Pausenbrot im Freien essen können", erklärte Trujillo.

Appell an die Verantwortung

Trujillo forderte die Stadtverwaltung auf, den Sorgen der Bürger endlich Gehör zu schenken und ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Ein durchdachtes Präventionskonzept sei überfällig. "Die Einwohner von Guadalmar haben ein Recht darauf, ihre Freizeitflächen unbesorgt zu nutzen, und die Kinder haben ein Recht auf einen normalen Schulalltag. Die konservative Stadtspitze darf hier nicht länger wegschauen. Das Problem tritt jedes Jahr auf und wird nicht besser", appellierte Trujillo abschließend an die Verantwortlichen.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, fordert die sozialistische Fraktion in einer offiziellen Stellungnahme die Stadtverwaltung auf, umgehend eine umfassende Inspektion der betroffenen Zonen zu veranlassen. Die Inspektion solle sich auf öffentliche Grünflächen, aber auch auf die Umgebung des Schulgeländes konzentrieren, um die genauen Brutstätten der Insekten zu finden und zu beseitigen.


Quelle: europapress.es

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