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Spaniens Spritpreise klettern auf Jahreshoch
Spritpreise in Spanien erreichen neuen Höchststand
Die spanischen Autofahrer müssen sich auf eine teure Herbstzeit einstellen. Wie das aktuelle Ölpreis-Bulletin der Europäischen Union zeigt, kletterten die Kraftstoffpreise auf der Iberischen Halbinsel in der letzten Septemberwoche auf den höchsten Stand des Jahres. Ein Liter Superbenzin kostete im Wochenmittel 1,939 Euro – das sind 0,62 Prozent mehr als in der Vorwoche.
Besonders bemerkenswert: Benzin verteuert sich damit bereits die zwölfte Woche in Folge. Seit Ende Juni hat der Spritpreis um fast 35 Prozent zugelegt. Auch Diesel wurde teurer und erreichte mit durchschnittlich 1,934 Euro pro Liter den höchsten Wert seit Mitte Juli 2022. Der leichte Preisrückgang, der vor drei Wochen durch die wiederaufgelegte Rabattaktion von 20 Cent pro Liter verzeichnet wurde, ist damit vollständig zunichtegemacht worden.
Tanken wird zum teuren Vergnügen
Für die spanischen Verbraucher hat das konkrete Auswirkungen: Ein durchschnittlicher Tank mit 55 Litern Fassungsvermögen kostet aktuell für Diesel-Fahrer 105,49 Euro. Das sind gut 28 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Bei Benzin liegt der Preis für eine volle Tankfüllung bei stolzen 106,04 Euro – rund 25 Euro über dem Niveau vom September 2022.
Die aktuell ausgewiesenen Preise berücksichtigen allerdings noch nicht die jüngsten Steuererleichterungen, die die spanische Regierung erst in dieser Woche auf den Weg gebracht hat. Der Abschlag auf die Mineralölsteuer für Benzin wird im Oktober von fünf auf 20 Cent pro Liter angehoben. Diesel-Fahrer profitieren bereits im September von der vollen Ermäßigung von 20 Cent.
Gestaffelte Entlastung geplant
Für die kommenden Monate hat Madrid ein gestaffeltes Modell vorgesehen: Im Oktober werden sowohl Benzin als auch Diesel mit 20 Cent pro Liter subventioniert, im November sinkt der Abschlag auf 13 Cent und im Dezember auf sechs Cent. Eine automatische Schutzklausel soll jedoch greifen, falls der Ölpreis weiter anzieht. Sollte der Rohölpreis um mehr als 15 Prozent steigen, würden die vollen 20 Cent Rabatt bereits im November oder Dezember wieder aktiviert.
Die aktuellen Kraftstoffpreise bleiben damit deutlich unter den Rekordwerten vom Sommer 2022. Im Juli jenes Jahres hatte Benzin mit 2,141 Euro pro Liter seinen bisherigen Höchststand erreicht, Diesel lag bei 2,1 Euro. Nach Beginn des Krieges im Iran haben sich die Preise jedoch nie wieder in diese Regionen vorgewagt.
Die Preisentwicklung an den Tankstellen hängt von mehreren Faktoren ab: der spezifischen Börsennotierung der Kraftstoffe, der Entwicklung des Rohölpreises, Steuern, Rohstoff- und Logistikkosten sowie den Gewinnmargen der Mineralölkonzerne. Dabei werden Veränderungen des Rohölpreises nicht direkt an die Zapfsäulen weitergegeben, sondern zeitlich verzögert. Wie das Portal "20 Minutos" berichtet, zeigt die aktuelle Entwicklung einmal mehr, wie volatil der Energiemarkt bleibt.
Quelle: 20minutos.es