Sechs barrierefreie Badezugänge an der Küste

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Sechs barrierefreie Badezugänge an der Küste

von Jonas Beck

Die Stadt Vélez-Málaga hat ihr Angebot an barrierefreien Stränden für die kommende Sommersaison konkretisiert. Wie die Lokalzeitung AxarquiaPlus berichtet, sollen entlang der 22 Kilometer langen Küstenlinie sechs speziell ausgestattete Badezonen eingerichtet werden. Der Pressetermin, bei dem Vizebürgermeister Jesús Pérez Atencia, der zuständige Stadtrat David Vilches und die Vorsitzende der Behindertenorganisation AMIVEL, Cristina Quintero, die Details vorstellten, diente der öffentlichen Bekanntgabe.

Sechs Standorte für barrierefreies Baden

Die ausgewählten Punkte verteilen sich auf drei Ortsteile. In Benajarafe liegt der Zugang an der Uferpromenade „Antigua Estación“. Torre del Mar stellt vier Zonen zur Verfügung: Laguna Chica, El Faro, Antiguo Balneario sowie den zentralen Rettungsposten (Puesto de Socorro Central). In Caleta de Vélez ist der Bereich Río Seco am Hafenausgang vorgesehen. Alle Standorte sind von der Stadtverwaltung als dauerhafte Anlaufstellen für die Sommermonate deklariert. Der Betrieb ist auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. August beschränkt.

Ausstattung und Service

Die barrierefreien Abschnitte werden mit einer Reihe von Hilfsmitteln bestückt, die eine selbstständige Nutzung ermöglichen sollen. Dazu zählen rollstuhlgerechte Holzstege, behindertengerechte Duschen und Schattenbereiche. Hinzu kommen spezielle Rettungstürme, die auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Zur Nutzung im Wasser stehen Erwachsenen- und Kinderbadesessel (Sillas anfibias), Gehhilfen sowie Schwimmhilfen zur Verfügung. Für den Transfer vom Rollstuhl ins Wasser sind Krananlagen vorgesehen. Die Anlagen umfassen zudem behindertengerechte Umkleiden, abschließbare Schließfächer für Rollstühle sowie Informationstafeln in Brailleschrift.

Während der gesamten Betriebszeit ist geschultes Personal zur Badeassistenz vor Ort. Für die Monate Juli und August sind zudem Gebärdensprachdolmetscher eingeplant, um auch Menschen mit Hörbeeinträchtigung den Zugang zu erleichtern. Stadtrat David Vilches betonte, dass die Zusammenarbeit mit AMIVEL die Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung des Angebots bilde. Man wolle jeden Sommer einen Schritt weitergehen, um die Nutzung so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Cristina Quintero von AMIVEL hob hervor, dass man nicht nur an der physischen, sondern zunehmend auch an der sensorischen Barrierefreiheit arbeite – etwa für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung. Zugleich appellierte sie an alle Badegäste, die Einrichtungen verantwortungsvoll zu nutzen. Zwar hätten Menschen mit Behinderung Vorrang, die Anlagen seien jedoch grundsätzlich für alle da, sofern sie rücksichtsvoll verwendet würden.


Quelle: axarquiaplus.es