Rekordjahr in Sitges: Festival knackt Millionengrenze

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Rekordjahr in Sitges: Festival knackt Millionengrenze

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein Festival im Höhenflug

Während andere Branchen über ausbleibende Besucher klagen, zeigt sich das katalanische Fantasy-Filmfestival von seiner glänzendsten Seite. Die Verantwortlichen können vier Tage vor dem Abschluss eine beeindruckende Zwischenbilanz ziehen: Die Ticketverkäufe legten um sechs Prozent zu, die Einnahmen übertrafen erstmals die magische Grenze von einer Million Euro. Damit nicht genug: Die Prognose fällt noch optimistischer aus, erwartet werden am Ende bis zu acht Prozent mehr Besucher.

Mònica Garcia, Direktorin der Festival-Stiftung, erklärt den erfreulichen Trend mit einem veränderten Kaufverhalten: Das Publikum greife vermehrt zu Paketangeboten, was die Einnahmen überproportional steigen lasse. Während das Besucherplus bei sechs Prozent liegt, klettert der Umsatz um rund zehn Prozent. Ein Beweis dafür, dass sich Qualität und Bindung an das Festival auszahlen.

Vom Nischenthema zum Publikumsmagneten

Festivaldirektor Ángel Sala zeigt sich sichtlich stolz auf die Entwicklung. Vor vier Jahren lag die Rekordsumme noch bei 700.000 Euro, nun wurde die Millionenschallmauer durchbrochen – eine Zahl, die Sala selbst als „mythisch“ bezeichnet. Besonders erfreulich sei die Resonanz auf die Mitternachtsvorstellungen und die Wiederaufführungen von Klassikern. Das Konzept, Genre-Kino als Gemeinschaftserlebnis zu inszenieren, scheint voll aufzugehen. Kritiker, die dem Festival vor einigen Jahren noch vorwarfen, sich zu verzetteln, sehen sich damit eines Besseren belehrt.

Ein Jubiläum mit Weitsicht

Der Blick geht bereits nach vorn: 2027 feiert das Festival sein 60-jähriges Bestehen – und hat dafür prominente Themen auserkoren. Sala kündigt einen „Augenzwinkern“ in Richtung Star Wars an, schränkt jedoch ein, dass die Saga bis Oktober schon ausgiebig gewürdigt sein dürfte. Den inhaltlichen Schwerpunkt soll Steven Spielbergs „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ bilden, die ebenfalls auf ein halbes Jahrhundert zurückblickt.

Spielbergs Meisterwerk, so Sala, habe nichts von seiner Aktualität verloren – gehe es doch um ganz normale Menschen in außergewöhnlichen Situationen. Die Themen „Besucher im Kino“ und „Kommunikation“ sollen daher neu beleuchtet werden. Dazu gesellt sich eine zweite Linie: das Hexen-Motiv, ausgelöst durch den 50. Geburtstag von Dario Argentos Horrorklassiker „Suspiria“. Ein Programm, das Kontinuität und Vision verbindet – und die Erwartungen an das Jubiläumsjahr weiter anheizt.

Wie EUROPA PRESS berichtet, bleibt das Festival damit seinem Ruf treu, Genre-Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern stets neu zu interpretieren – und beweist nebenbei, dass sich Mut zum Unkonventionellen auch wirtschaftlich rechnet.


Quelle: europapress.es

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