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Eggers präsentiert düsteren Werwulf-Teaser
Auszeichnung und Weltpremieren-Ausschnitt
Beim diesjährigen Festival de Sitges hat der US-amerikanische Regisseur Robert Eggers den renommierten Premio Máquina del Tiempo entgegengenommen. Im Rahmen der Ehrung präsentierte er dem Publikum einen exklusiven Einblick in sein kommendes Projekt: rund acht Minuten Material aus „Werwulf“, das im Januar in die spanischen Kinos kommen soll. Wie Eggers bei der Veranstaltung betonte, handle es sich dabei um seinen persönlich düstersten Film.
Rückkehr zu den Wurzeln des Horrors
Der Filmemacher, der mit Werken wie „The Witch“, „The Lighthouse“ oder dem jüngsten „Nosferatu“-Remake bekannt wurde, zeigte sich erfreut über die Auszeichnung und die erneute Teilnahme am Festival. Die Rückkehr nach Sitges empfinde er als besondere Ehre, so Eggers in seiner Dankesrede. Kein Ort sei besser geeignet, um Filme zu präsentieren, als ein Festival mit einem so leidenschaftlichen Publikum.
Historische Kulisse für klassische Monster
In einem Gespräch mit Festivalleiter Ángel Sala, das der Vorführung von „The Witch“ vorausging, erläuterte der Regisseur seine Motivation für die historische Verortung seiner Filme. Klassische Schreckgestalten entfalteten ihre Wirkung am stärksten in Epochen, in denen die Menschen tatsächlich an ihre Existenz glaubten. Dies mache sie deutlich furchteinflößender.
Für „Werwulf“ habe er sich daher für das England des 14. Jahrhunderts entschieden – eine Zeit, die von tiefer Religiosität und weit verbreitetem Aberglauben geprägt war. Eggers räumte in dem Gespräch ein, dass seine Vorliebe für vergangene Epochen möglicherweise sogar größer sei als seine Liebe zum Horrorgenre selbst, was sich bereits in Produktionen wie „The Witch“ oder „The Northman“ gezeigt habe.
Europäisches Erbe und exklusive Vorführung
Der Regisseur hob hervor, dass das Sitges-Publikum zu den ersten Zuschauern weltweit gehöre, die das Filmmaterial zu Gesicht bekamen – in Europa sei die Vorführung sogar die allererste. Für die Umsetzung des Stoffes habe er sich nicht nur auf englische Werwolf-Legenden gestützt, sondern auch auf Mythen aus Mittel- und Nordeuropa zurückgegriffen.
Während des Kolloquiums spannte Eggers zudem einen Bogen über die anhaltende Relevanz des Folk-Horror-Genres, thematisierte die Darstellung von Wahnsinn in seinen Filmen wie „The Lighthouse“ oder „Nosferatu“ und ging auf die Rolle weiblicher Figuren in seinem Werk ein. Seine Faszination für traditionelles Erbe brachte er abschließend mit den Worten auf den Punkt: „Ich möchte verstehen, wo wir sind, wohin wir gehen und woher wir kommen.“
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, wurde die Ehrung am Mittwoch im Rahmen des Festivals in der katalanischen Küstenstadt überreicht.
Quelle: europapress.es