
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Rekonstruktion nach Mord an Erbin von Pontejos
Ermittler rekonstruieren Fluchtweg
Am Dienstag haben Beamte der Guardia Civil in Galapagar den möglichen Fluchtweg der Täter nachgezeichnet, die in der Nacht auf den 6. Mai in eine Finca eingedrungen sein sollen. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, geht es bei der Aktion vor allem darum, Zeugen zu finden, die den mutmaßlichen Tätern nach der Tat begegnet sind.
Der Fall
Die 80-jährige Frau lebte in einem Anwesen an der Straße Mandril im Wohngebiet La Navata. In der frühen Nacht zum 6. Mai sollen mindestens drei Personen in das Grundstück eingedrungen sein. Sie fesselten und knebelten die Frau und verletzten sie so schwer, dass sie noch im Haus starb. Am Morgen gegen 9.40 Uhr bemerkten Arbeiter der Finca eine eingeschlagene Fensterscheibe. Da sie die Eigentümerin nicht erreichen konnten, verständigten sie den Anwalt der Frau, der die Tür öffnete und ihren leblosen Körper fand.
Die Getötete galt als Erbin des traditionsreichen Madrider Geschäfts Almacenes Cobian am Plaza de Pontejos. Dass im Haus keine Wertgegenstände fehlten, lässt die Ermittler nach einem möglichen Tresor fragen, in dem die Frau Geld aufbewahrt haben soll.
Flucht über einen Seitenweg
Die Guardia Civil geht nach neuen Erkenntnissen davon aus, dass die Täter das Gelände nicht über den Haupteingang, sondern über einen seitlichen Zugang verließen. Von dort führte ihr Weg offenbar zu einem Fußweg entlang des Flusses Guadarrama. An dieser Stelle sicherten die Ermittler mehrere Zigarettenkippen; sie werden nun kriminaltechnisch untersucht.
Ob die Gruppe anschließend zu Fuß ins Zentrum von Galapagar ging oder von einem Auto abgeholt wurde, ist bislang unklar. Wenig später tauchten mehrere Verdächtige in Aufnahmen einer Tankstelle am Ortseingang auf.
Aufruf an die Bevölkerung
Die Comandancia der Guardia Civil bittet alle Personen, die am Tattag Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 696 924 225 zu melden.
Quelle: Europa Press
Quelle: europapress.es