U-Haft für mutmaßliche Mörder der Erbin

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

U-Haft für mutmaßliche Mörder der Erbin

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Nach Überfall auf Seniorin: Vier Tatverdächtige in Haft

Mehr als fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod einer betagten Geschäftsfrau hat die Justiz einen Ermittlungserfolg vermeldet. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, hat die zuständige Ermittlungsrichterin in Collado Villalba Haftbefehl gegen vier Beschuldigte erlassen. Die Männer sollen im Mai in das Anwesen der 80-Jährigen in Galapagar eingedrungen sein und sie so schwer verletzt haben, dass sie noch am Tatort verstarb.

Gegen einen der Festgenommenen wird zudem wegen Strafvereitelung ermittelt. Den anderen dreien wird vorgeworfen, gemeinsam einen Einbruch mit Todesfolge begangen zu haben. Die behördliche Einstufung lässt sowohl die Möglichkeit eines Totschlags als auch eines Mordes offen, was für das spätere Strafmaß entscheidend sein könnte.

Die Festnahmen gelangen am vergangenen Dienstag. Laut einem Communiqué der Guardia Civil konnten zwei der Männer in Galapagar selbst aufgespürt werden, ein weiterer in der Hauptstadt Madrid und der vierte in Villajoyosa an der Costa Blanca. Bei den in Galapagar Festgenommenen soll es sich den Ermittlungen zufolge um die unmittelbaren Täter handeln. Im Zuge der Aktion durchsuchten die Einsatzkräfte auch drei Wohnungen in der Gemeinde.

Der Fall: Einbruch mit fatalem Ausgang

Die tödlichen Verletzungen erlitt die Frau bereits Anfang Mai in ihrem Haus auf einem Anwesen in der Straße Mandril im Wohngebiet La Navata. Die Ermittler gehen davon aus, dass mindestens drei Personen in das Anwesen eindrangen. Sie fesselten und knebelten die Seniorin und verletzten sie bei dem Überfall so schwer, dass sie noch am Ort des Geschehens starb.

Entdeckt wurde die Leiche erst am Morgen danach. Arbeitskräfte auf dem Anwesen bemerkten gegen 9:40 Uhr eine eingeschlagene Fensterscheibe. Als ihre Versuche, die Eigentümerin zu kontaktieren, scheiterten, verständigten sie den Anwalt des Opfers. Dieser öffnete mit seinem Schlüssel die Tür und fand die Frau leblos auf. Rettungskräfte des Notdienstes Summa 112 konnten nur noch den Tod feststellen.

Die Spurenlage im Haus deutete auf ein Durchsuchen der Räume hin. Gleichwohl fehlte nach ersten Erkenntnissen offenbar kein Wertgegenstand. Die Ermittler vermuten daher, dass die Angreifer gezielt nach einem Tresor suchten, in dem die Frau Bargeld aufbewahrt haben könnte.

Neue Erkenntnisse zur Fluchtroute

Anfänglich nahmen die Behörden an, die Täter hätten das Haus durch denselben Eingang wieder verlassen, durch den sie eingedrungen waren. Die aktuellen Erkenntnisse der Guardia Civil zeichnen jedoch ein anderes Bild: Möglicherweise flohen die Angreifer über einen seitlichen Zugang des Grundstücks. Von dort sollen sie nur wenige Meter bis zu einem Fußweg gelaufen sein, der am Ufer des Flusses Guadarrama entlangführt. Dieser Weg hätte den Tätern eine schnelle und vergleichsweise unauffällige Flucht ermöglicht. Die Hintergründe der Tat und die genaue Beteiligung der einzelnen Festgenommenen sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.


Quelle: europapress.es

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