Razzia gegen Drogenring: Luxusvillen als Geldwäsche-Fassade

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Madrid

Razzia gegen Drogenring: Luxusvillen als Geldwäsche-Fassade

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Immobilien als Geldwäsche-Maschinerie

Ermittler der spanischen Nationalpolizei und der Guardia Civil haben einen Schlag gegen den internationalen Drogenhandel geführt. Im Fokus stand eine Organisation, die nicht nur für den Transport großer Kokainmengen nach Europa verantwortlich sein soll, sondern auch für die raffinierte Geldwäsche ihrer kriminellen Erlöse. Wie die Behörden mitteilten, flossen die illegalen Gewinne offenbar in prestigeträchtige Immobilienprojekte in den exklusivsten Gegenden des Landes.

Internationale Verbindungen und hohe Summen

Die Operation, die von Europol koordiniert wurde, gipfelte in 27 Festnahmen. Die meisten Beschuldigten wurden in Madrid (14) gefasst, weitere in Ibiza (4), Almería (3), Málaga (2), León (2), Pontevedra (1) und in der Dominikanischen Republik (1). Ihnen werden Drogenhandel, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Bei zeitgleichen Durchsuchungen an 38 Orten in Spanien und der Dominikanischen Republik beschlagnahmten die Einsatzkräfte umfangreiches Beweismaterial. Darunter befinden sich 40 hochwertige Fahrzeuge, zwei Boote, sechs Schusswaffen (darunter eine Kriegswaffe) sowie Bargeld in verschiedenen Währungen. Besonders ins Gewicht fällt der Fund von Kryptowährungen im Wert von über 1,3 Millionen USDT. Insgesamt konnten die Beamten mehr als 270.000 Euro, über 76.000 Dirham und mehr als 1.000 Dollar sicherstellen.

Ermittlungen nach Groß-Beschlagnahmungen

Der Ursprung der Ermittlungen liegt im September 2023. Durch die Analyse verschlüsselter Kommunikationsdienste stießen die Fahnder auf ein Netzwerk, das Drogentransporte in Richtung Europa organisierte. Diese Erkenntnisse führten zur Aufklärung von vier großen Kokain-Beschlagnahmungen in Panama mit einem Gesamtgewicht von über 1.500 Kilogramm.

Den Ermittlungen zufolge agierte die Gruppe als spanischer Ableger eines größeren kriminellen Imperiums, das von bekannten Größen des internationalen Drogenschmuggels angeführt wird. Die Organisation verfügte über beträchtliche operative und finanzielle Mittel. Die Ermittlungen wurden von der Audiencia Nacional und der Staatsanwaltschaft für Drogenbekämpfung geleitet. Die Investitionen in Luxusvillen auf Ibiza und Marbella sowie in der Hauptstadt dienten offenbar dazu, die kriminellen Gewinne in den legalen Finanzkreislauf einzuschleusen. Auch Bauprojekte im Ausland, etwa in der Dominikanischen Republik und in Dubai, standen im Fokus der Ermittler.


Quelle: europapress.es

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