
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Arbeitslosigkeit in Madrid steigt leicht an
September bringt leichten Anstieg
Die Arbeitslosenzahlen in der Autonomen Gemeinschaft Madrid haben sich im September leicht erhöht. Nach Angaben des spanischen Ministeriums für Arbeit und Sozialwirtschaft, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurden, waren Ende des Monats 283.285 Personen bei den Arbeitsämtern der Region registriert. Das sind 2.773 Menschen mehr als noch im August, was einem Anstieg von 0,99 Prozent entspricht.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt die Bilanz ebenfalls negativ aus: Innerhalb der letzten zwölf Monate ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region um 5.229 Personen oder 1,88 Prozent gestiegen. Damit entwickelt sich der Madrider Arbeitsmarkt leicht schwächer als der nationale Durchschnitt.
Frauen und Dienstleistungssektor besonders betroffen
Die Arbeitslosenstatistik für Madrid zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Von den insgesamt 283.285 registrierten Arbeitslosen sind 169.031 Frauen, während 114.254 Männer auf Jobsuche sind. Besonders besorgniserregend ist die Lage unter jungen Menschen unter 25 Jahren – hier stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 20.807 an.
Mit 228.889 Personen ist der Dienstleistungssektor mit Abstand am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen. Es folgen das Baugewerbe mit 17.203, die Industrie mit 14.604 und die Landwirtschaft mit 1.687 Arbeitslosen. Rund 20.902 Menschen haben zudem noch nie zuvor eine Beschäftigung gehabt.
Ausländische Arbeitnehmer verzeichnen höheren Anstieg
Auffällig ist die Entwicklung bei ausländischen Arbeitskräften in der Region Madrid. Hier stieg die Arbeitslosigkeit im September um 4,65 Prozent auf insgesamt 55.599 Personen. Damit sind im Vergleich zum Vorjahr 9.413 mehr ausländische Staatsbürger arbeitslos gemeldet – ein Plus von über 20 Prozent. Von den betroffenen Ausländern stammen 16.379 aus EU-Mitgliedsstaaten und 39.220 aus Drittländern.
Auch hier dominiert der Dienstleistungssektor mit 38.561 arbeitslosen Ausländern deutlich. Das Baugewerbe folgt mit 5.960 Betroffenen.
Auftragslage in der Region
Trotz des Anstiegs bei der Arbeitslosigkeit gab es im September positive Signale bei den Neuverträgen. In der Region Madrid wurden 241.722 Arbeitsverträge abgeschlossen – ein saisonal bedingter Anstieg von 65,5 Prozent gegenüber August. Im Jahresvergleich bedeutet dies ein Plus von 4,39 Prozent. Bemerkenswert ist dabei der hohe Anteil unbefristeter Verträge: 126.432 von ihnen waren langfristig angelegt, was 48,22 Prozent aller Neuverträge entspricht.
Wie das Ministerium weiter mitteilte, fiel die Arbeitslosigkeit im September bundesweit in nur zwei Regionen – den Kanarischen Inseln und La Rioja. Neben Madrid verzeichneten insbesondere Andalusien und Galizien die stärksten Anstiege. Insgesamt waren in Spanien 2.379.505 Menschen als arbeitslos registriert, die niedrigste September-Zahl seit 2007. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press. Allerdings trugen auch 56.476 Personen zur Statistik bei, die sich im Zuge der jüngsten Regularisierungswelle neu eingeschrieben hatten. Von ihnen waren über die Hälfte seit weniger als einem Monat beim staatlichen Arbeitsamt SEPE gemeldet.
Quelle: europapress.es