PP wirft Sánchez schleppende Stromplanung vor

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

PP wirft Sánchez schleppende Stromplanung vor

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Kritik an der Energiepolitik

Der Streit um die Stromversorgung in der Provinz Málaga verschärft sich. Der andalusische Parlamentsabgeordnete José Ramón Carmona vom Partido Popular (PP) hat der spanischen Zentralregierung vorgeworfen, bei der Behebung des elektrischen Engpasses zu zögern. Die von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Maßnahmen kämen zu spät, so Carmona. Die Folgen seien gravierend: Über 25.000 Wohnungen könnten derzeit nicht gebaut oder übergeben werden, auch Industrie- und Gewerbeprojekte stockten.

Netz am Limit

Nach Angaben des Politikers ist das Stromnetz der Provinz nahezu erschöpft – die Auslastung liege bei 99 Prozent. Zahlreiche Unternehmen hätten sich im vergangenen Jahr deshalb gegen einen Standort in Málaga entschieden. Der PP-Politiker fordert nun eine deutliche Beschleunigung beim Bau der angekündigten Umspannwerke. Die Lage sei hausgemacht: Andalusien leide strukturell unter einem 40-prozentigen Defizit beim Stromtransport im Vergleich zum spanischen Durchschnitt.

Investitionsstau und Folgen

Carmona wirft der sozialistischen Regierung vor, die Wirtschaftskraft der Region auszubremsen. Er verweist auf ausbleibende Investitionen in Straßen, Bahnstrecken und Wasserinfrastruktur während der vergangenen acht Jahre. Selbst bei der Wohnungsplattform Casa47 sei Málaga außen vor geblieben. Hinzu kämen steigende Kriminalitätsraten und eine wachsende Präsenz des Drogenhandels an der andalusischen Mittelmeerküste, seitdem die Eliteeinheit der Guardia Civil OCON-Sur 2022 aufgelöst wurde. Die Inflation und das umstrittene Wohnungsgesetz hätten die Lage für Bürger zusätzlich verschärft.

Wie die Zeitung Europa Press berichtet, sieht der Volksvertreter die Bilanz der Zentralregierung für Málaga bei null – und fordert konkrete Taten statt Ankündigungen. Die Provinz brauche dringend neue Kapazitäten, um Wohnungsbau und Wirtschaftsentwicklung zu ermöglichen.


Quelle: europapress.es

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