
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Polizei nimmt Mann nach Angriff auf TV-Team fest
Angriff während Live-Berichterstattung
Ein routinemäßiger Dreh für einen Beitrag über die Sicherheitslage im Stadtteil Arenales endete am späten Septembernachmittag in einem Polizeieinsatz. Wie die spanische Polizeibehörde mitteilte, wurde ein 46-jähriger Mann festgenommen, der zuvor ein Kamerateam des regionalen Senders Televisión Canaria massiv bedroht haben soll.
Eskalation nach anfänglichem Streit
Die Situation eskalierte gegen 19:30 Uhr, als das Fernsehteam einen Anwohner zu den wiederkehrenden Problemen mit Kriminalität in dem Viertel interviewte. Plötzlich näherte sich ein Mann der Gruppe und forderte die Journalisten in einem aggressiven Ton auf, das Areal unverzüglich zu verlassen. Nach Angaben der Beteiligten verließ der Unbekannte daraufhin kurzzeitig den Ort.
Als er zurückkehrte, hielt er eine Astsäge in den Händen und setzte seine Drohungen fort. Diese Geste versetzte die Anwesenden in Angst und Sorge, heißt es in dem Polizeibericht. Passanten und das Team suchten Schutz vor dem Angreifer.
Eingreifen der Streifenwagenbesatzung
Zufällig patrouillierten Beamte der Präventionsabteilung in der Nähe und beobachteten, wie der Mann mit dem Schneidwerkzeug auf die Gruppe zuging. Die Polizisten reagierten umgehend, identifizierten sich und forderten den Mann mehrfach auf, die Säge fallen zu lassen. Erst nach wiederholten Anweisungen kam der 46-Jährige der Aufforderung nach und ließ das Werkzeug zu Boden fallen.
Die anschließende Befragung bestätigte die Schilderungen des Kamerateams sowie des anwesenden Vertreters einer Nachbarschaftsvereinigung. Die Beamten nahmen den Mann daraufhin wegen des Verdachts der Bedrohung fest. Bei der Sicherstellung des Werkzeugs stellten die Ermittler fest, dass das Sägeblatt eine Länge von rund 27 Zentimetern aufwies.
Mehrfach vorbestrafter Tatverdächtiger
Gegen den Festgenommenen lagen bereits beachtliche 37 Eintragungen in polizeilichen Registern vor. Der Mann wurde in eine Polizeidienststelle gebracht, wo die Ermittlungsakten angelegt wurden. Anschließend ordnete die zuständige Justizbehörde die weiteren Schritte an; der Verdächtige wurde einem Richter vorgeführt.
Die Regionalpolizei wertet den Vorfall als schwerwiegenden Eingriff in die Pressefreiheit. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die angespannte Sicherheitslage in dem betroffenen Viertel, die offenbar Gegenstand des ursprünglichen Reportagetheas war.
Quelle: europapress.es