
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Mehr Kontrolle für Málagas Schulkantinen
Nach Beschwerden: Behörden prüfen Schulkantinen in Málaga
Die andalusische Bildungsverwaltung reagiert auf jüngste Beschwerden über das Essen in mehreren Schulen der Provinz Málaga. Wie die zuständige Behörde mitteilte, werden die gemeldeten Vorfälle nun zentral ausgewertet. Ziel ist es, zu klären, ob und welche Konsequenzen für den betroffenen Dienstleister nötig sind. Das Vorgehen ist Teil eines laufenden Verwaltungsverfahrens.
Ermittlungen gegen Catering-Unternehmen ausgeweitet
Hintergrund ist ein bereits eröffnetes Verfahren gegen die beauftragte Firma. Dieses war ursprünglich wegen Unregelmäßigkeiten in Schulen einer anderen andalusischen Provinz angestoßen worden. Da das Unternehmen jedoch in ganz Andalusien tätig ist, fließen die neuen Hinweise aus Málaga nun in das bestehende Verfahren mit ein. Das Catering-Unternehmen hat jetzt zehn Werktage Zeit, um Stellung zu nehmen und die geforderten Unterlagen vorzulegen.
Über die regulären Kontrollen hinaus – etwa durch das Programm Evacole oder die Bildungsagentur APAE – hat die Junta eine vertiefte Sonderprüfung der betroffenen Standorte in Málaga angeordnet. Im Fokus stehen hygienische Bedingungen, die Einhaltung von Ernährungsstandards und die vertraglich zugesicherte Dienstleistungsqualität.
Vertragsstrafen bis hin zur Kündigung möglich
Sollten sich Verstöße gegen die Vertragsbedingungen bestätigen, drohen dem Anbieter laut Behörde die vertraglich vereinbarten Sanktionen. Diese reichen von Geldstrafen bis zur möglichen Vertragsauflösung. Die Verwaltung betont, man wolle mit größter Sorgfalt handeln, um das Wohl der Schülerinnen und Schüler zu schützen.
Ungeachtet der aktuellen Probleme verweist die Junta auf die Größe und Bedeutung des Systems: Rund 340 Kantinen gibt es allein in der Provinz Málaga. Landesweit wird der tägliche Betrieb von mehr als 210.000 Kindern genutzt. Nach Angaben der Behörde wurden im vergangenen Schuljahr mehr als 87 Millionen Euro investiert – ein Anstieg von 27 Prozent im Vergleich zu 2019. Zudem setzt man auf Nachhaltigkeit: Im Schuljahr 2024/2025 kamen vier Millionen Kilogramm ökologisch erzeugter Lebensmittel zum Einsatz, fast 95 Prozent davon von andalusischen Lieferanten.
Quelle: europapress.es