
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Hitzewelle gefährdet Moscatel-Ernte in der Axarquía
In der Axarquía steht die Weinlese unmittelbar bevor, doch die Stimmung unter den Landwirten ist gedämpft. Seit Wochen anhaltende hohe Temperaturen haben den Reben zugesetzt und die Trauben stark dehydrieren lassen. Nach ersten Einschätzungen des Landwirtschaftsverbands ASAJA Málaga könnte der Ertrag der Moscatel-Traube um bis zu 40 Prozent unter den ursprünglichen Erwartungen bleiben.
Besonders in den Gemeinden El Borge und Almáchar, zwei Kerngebieten des Anbaus, haben Winzer frühzeitig Alarm geschlagen. Sie berichten von sichtbaren Schäden an den Früchten, die durch den anhaltenden Temperaturstress und den damit verbundenen Wasserverlust entstanden sind. Die Organisation betont jedoch, dass eine präzise Schadensbilanz erst nach einer technischen Begutachtung der betroffenen Flächen möglich sein wird.
Die aktuellen Prognosen stehen in deutlichem Kontrast zu den Hoffnungen, mit denen die Saison begonnen hatte. Noch vor wenigen Wochen gingen die Produzenten von einer Ernte aus, die über dem Niveau des Vorjahres liegen sollte. Der kumulierte Effekt von Hitze und Trockenheit hat diese Erwartungen nun jedoch deutlich gedämpft.
Wirtschaftliche Bedeutung der Moscatel-Traube
Die Moscatel-Traube ist für viele Gemeinden der Axarquía von zentraler wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Sie bildet die Grundlage für lokale Spezialitäten wie Süßwein und Rosinen und sichert zahlreiche Arbeitsplätze in der Region. Ein substanzieller Ernteausfall hätte daher weitreichende Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette.
Landwirte fordern offizielle Bewertung
Vor diesem Hintergrund hat ASAJA Málaga Kontakt zur Delegación de Agricultura aufgenommen, um eine offizielle Bewertung der Schäden zu veranlassen. Ziel ist es, eine belastbare Datengrundlage zu schaffen, auf deren Basis mögliche Kompensationsmaßnahmen oder Hilfsprogramme geprüft werden können.
Der Präsident von ASAJA Málaga, Baldomero Bellido, äußerte sich entsprechend: „Die Bauern sind mit besseren Aussichten in diese Kampagne gestartet als im Vorjahr. Dass sich die Lage nun unmittelbar vor der Ernte so dramatisch verändert, ist eine große Belastung.“ Die Organisation wolle daher schnellstmöglich Klarheit über das tatsächliche Ausmaß der Verluste gewinnen.
ASAJA Málaga wird die Entwicklung auf den Betrieben während des Erntebeginns weiterverfolgen und den Austausch sowohl mit den Produzenten als auch mit der Landwirtschaftsbehörde aufrechterhalten. Die genannten 40 Prozent sind bislang eine vorläufige Schätzung – die endgültige Bilanz wird von der technischen Bewertung vor Ort abhängen.
Quelle: axarquiaplus.es