
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Guardia Civil hebt Drogenverkaufsstelle in Conil aus
Festnahme nach monatelangen Ermittlungen
Die spanische Guardia Civil hat in Conil de la Frontera einen 26-jährigen Mann festgenommen, der im Zentrum der Gemeinde einen regen Handel mit Kokain und Haschisch betrieben haben soll. Die Ermittlungen liefen bereits seit Juni, wie die Behörde mitteilte. Erst nach zahlreichen verdeckten Observationen konnten die Beamten den Verdächtigen überführen.
Verkauf vor den Augen der Nachbarn
Der Festgenommene nutzte den Ermittlungen zufolge die Wohnung eines älteren Familienmitglieds, um die Drogen zu lagern, zu portionieren und direkt von der Haustür aus zu verkaufen. Besonders brisant: Das Gebäude liegt nur wenige Meter von einer Schule entfernt. Die ständigen Besuche junger Käufer hatten bei den Anwohnern für erhebliche Unruhe gesorgt, was letztlich auch die Polizei auf den Plan rief.
Lieferung per Elektroroller
Neben dem Verkauf ab Wohnung soll der Mann auch die sogenannte „Telecoca“-Methode angewendet haben. Dabei lieferte er Kokain und Haschisch mit einem Elektroroller direkt zu den Kunden im gesamten Stadtgebiet. So wollte er offenbar den Umsatz steigern und gleichzeitig der Polizei entgehen.
Drogen und Bargeld sichergestellt
Bei der Durchsuchung der Wohnung beschlagnahmten die Beamten 22 Dosis Kokain sowie 15 Gramm desselben Rauschgifts. Zusätzlich fanden sie 47 Gramm Haschisch, aufgeteilt in elf Portionen. Dazu kamen zwei Feinwaagen und diverses Verpackungsmaterial, das zur Herstellung der Verkaufseinheiten diente. Der Festgenommene, der bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt war, muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Gesundheitsgesetz verantworten.
Wie die Guardia Civil mitteilte, wurde der Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der zuständigen Justizbehörde vorgeführt.
Quelle: europapress.es