Foster würdigt heroische Museumsrenovierung

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Bilbao

Foster würdigt heroische Museumsrenovierung

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein "heroischer Kampf" für die Moderne

Die Wiedereröffnung des Museo de Bellas Artes in Bilbao ist aus Sicht des britischen Architekten Norman Foster ein Triumph der Beharrlichkeit. Bei einem Presserundgang am Sonntag, einen Tag vor der offiziellen Wiedereröffnung, sprach er von einer "absolut heroischen Anstrengung", die das Gebäude selbst widerspiegele. Der Entwurf seines Büros trägt den Namen 'Agravitas'.

Foster, der bereits in den 1980er-Jahren mit der Planung der Bilbaoer Metro beauftragt wurde, betonte die langjährige Verbindung zur Stadt. Die Renovierung des Museums sei ein "Privileg und eine Ehre" gewesen. Der Auftakt zu diesem Projekt liegt rund vier Jahrzehnte nach seinem ersten Beitrag zur urbanen Entwicklung Bilbaos.

Respekt vor der Geschichte als Kernprinzip

Das zentrale Anliegen des Projekts war für den Architekten die Bewahrung des Bestehenden. "Ein wirklich nachhaltiges Gebäude ist eines, das das Vorhandene respektiert", erklärte Foster. Anstatt abzureißen, habe man die verschiedenen historischen Schichten des Museums – von den 1970er-Jahren bis zur Jahrtausendwende – aktualisiert und miteinander verbunden.

Das Designteam entschied sich bewusst gegen eine aufwendige Unterkellerung, um Kosten und Risiken zu minimieren, aber auch um das natürliche Licht zu erhalten. "Museen sind Räume, in denen natürliches Licht dominieren und kontrollierbar sein sollte", so Foster. Diese Überlegung führte dazu, dass der Blick nach oben gerichtet wurde, inspiriert von Bilbaos industrieller Vergangenheit. Der ehemals offene Patio mit dem Brunnen zu Ehren von Juan Crisóstomo de Arriaga wurde in ein geschlossenes Atrium verwandelt, das nun als "soziales Herz" und permeabler Empfangsbereich des neuen Museums dient.

Verborgene Arbeit und lokale Wertschöpfung

Foster verglich das Endergebnis mit der Spitze eines Eisbergs. Ein Großteil der Arbeit bleibe unsichtbar, sei aber der eigentlich interessante Teil. Die "Carrera contra reloj", das Rennen gegen die Zeit, um das Projekt abzuschließen, sei schnell vergessen. Der Architekt zeigte sich stolz, die "neue Seele" des Gebäudes mitgestaltet zu haben und dankte dem ungewöhnlich breiten Team, das sowohl für die bauliche Umsetzung als auch die inhaltliche Gestaltung verantwortlich zeichnete.

Bei dem Pressetermin waren neben Foster und seiner Frau auch die baskische Kulturministerin Ibone Bengoetxea, die Provinzvertreterin Elixabete Etxanobe, Bürgermeister Juan Mari Aburto, Museumsdirektor Miguel Zugaza und BBK-Direktor Gorka Martínez anwesend. Wirtschaftlich setzte man auf Regionalität: Der verwendete Stahl stammt von lokalen Lieferanten, die Montage übernahmen baskische Unternehmen. Die Wiedereröffnung des Museums ist für diesen Montag geplant.


Quelle: europapress.es

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