
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Finanzplan für Vélez-Málaga gebilligt
Der Stadtrat von Vélez-Málaga hat in einer außerordentlichen Sitzung die Überarbeitung seines Finanzplans für den Zeitraum 2027 bis 2041 beschlossen. Ziel des Dokuments ist es, die kommunale Wirtschaft zu konsolidieren, Zahlungen an Dienstleister zu beschleunigen und die öffentlichen Finanzen nachhaltig zu ordnen. Hintergrund ist die Teilnahme am außerordentlichen Zahlungsmechanismus für Lieferanten des spanischen Finanzministeriums aus dem Jahr 2026 – der Plan dient dazu, die städtischen Konten an dessen Vorgaben anzupassen.
Keine Liquiditätsengpässe, sondern Verwaltungsoptimierung
Wie der städtische Finanzdezernent Manuel Gutiérrez während der Plenarsitzung erläuterte, sei der Schritt nicht auf fehlende Mittel zurückzuführen. Vielmehr gehe es darum, die administrative Bearbeitung von Rechnungen zu beschleunigen. Gutiérrez verwies darauf, dass die Stadt das Haushaltsjahr 2025 mit rund 29 Millionen Euro in der Kasse abgeschlossen habe. Zudem habe man bereits vorzeitig ein Darlehen in Höhe von 8,6 Millionen Euro getilgt, das ursprünglich für die Bezahlung von Lieferanten vorgesehen war. „Mit diesem Plan ordnen wir die städtischen Konten neu, um die Anforderungen des Ministeriums zu erfüllen, die Zahlungszeiten weiter zu verkürzen und die wirtschaftliche Stabilität des Rathauses für die kommenden Jahre zu gewährleisten“, so Gutiérrez.
Neues Darlehen ohne Schuldenanstieg
Der überarbeitete Plan sieht ein neues Darlehen über 12,43 Millionen Euro vor. Die dazugehörigen Lieferantenrechnungen wurden bereits am 29. Juni beglichen. Nach Angaben der Stadtverwaltung führt diese Kreditaufnahme nicht zu einem Anstieg der Gesamtverschuldung, da sie durch die vorzeitige Tilgung älterer Kredite und die Streichung einer für 2027 vorgesehenen Finanztransaktion ausgeglichen wird. Von den insgesamt 2.470 eingereichten Rechnungen wurden 2.219 akzeptiert und bezahlt – das entspricht einem Volumen von 12.430.825,05 Euro.
Effizienzmaßnahmen und Digitalisierung
Der genehmigte Plan enthält eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Nutzung öffentlicher Mittel. Dazu gehören die Umstrukturierung der Stadtverwaltung, die Streichung von Stellen, die dauerhaft unbesetzt bleiben, sowie die Reduzierung von Ausgaben für externe Studien und technische Beratungen, wenn diese Aufgaben mit eigenem Personal erledigt werden können. Auch bestimmte Gehaltszuschläge sollen überprüft werden. Darüber hinaus will die Kommune die Zahl abhängiger Einrichtungen weiter verringern und die elektronische Verwaltung ausbauen. Ziel ist es, die Bearbeitungszeit von Vorgängen zu verkürzen, die öffentliche Auftragsvergabe zu verbessern und die Zeitspanne zwischen Rechnungseingang und Zahlung zu reduzieren.
Langfristige Entlastung durch Rechtsstreitende
Eine weitere finanzielle Verbesserung zeichnet sich ab dem Jahr 2028 ab: Dann enden die Zahlungen aus dem sogenannten „El Copo“-Urteil. Die Stadt geht dadurch von jährlichen Einsparungen von über 317.000 Euro aus. Die prognostizierten Zahlen des Plans deuten auf eine kontinuierliche Verbesserung der Finanzlage in den nächsten 15 Jahren hin – mit gesteigerter Sparfähigkeit und wachsenden Kassenbeständen.
Wie das lokale Nachrichtenportal Axarquía Plus berichtet, unterstreicht der Beschluss den Kurs der Stadtverwaltung, trotz Teilnahme am landesweiten Zahlungsmechanismus die Schuldenlast nicht zu erhöhen und gleichzeitig die Effizienz der öffentlichen Verwaltung zu steigern.
Quelle: axarquiaplus.es